Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 11 (1905) Jung Israel
- Issue
- 17 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 262 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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262 JUNG ISRAEL Xfracls Lug durch das Schilfiuccr. Bon Georg Ebers. Nach Sonnenuntergang betraten Moses mit hoch erhobenem Stabe, Aaron singend und betend, allen voran die Spitze der Meeresbucht. Der Sturm, der immer noch mit gleicher Heftigkeit brauste, hatte sie von den Wogen frei gefegt und wehte die Flammen und den Rauch der Fackeln, die man vor den Stämmen hertrug, nach Südwesten. Den obersten Führern, an denen aller Augen mit zuversichtlicher Spannung hingen, folgte der alte Nun mit den Ephraimiten. Der Boden der See, den sie betraten, war fester, feuchter Sand, auf dem selbst die Herden wie auf einer glatten Bahn, die nach dem Meere zu sanft geneigt war, dahinzuschreiten vermochten. Ephraim, in dem die Aeltesten setzt schon den künftigen Häuptling sahen, hatte auf seines Großvaters Vorschlag den Auftrag empfangen, Sorge zu tragen, daß der Zug nicht ins Stocken gerate und es war ihm zu diesem Behuf der Stab eines Führers anvertraut worden; denn die Fischer, deren Hütten am Fuße des Baal Zephonberges standen, waren wie die phönizischen Schiffsführer der Ansicht, daß die See, wenn der Mond feine Höhe erreiche, wieder in ihr altes Bett zurücktreten werde und darum war jeder Aufenthalt zu vermeiden. Ter Sturm freute den Jüngling, und wenn die Locken ihm flogen und er bei dem Hinundher, das sein Amt ihm auferlegte, siegreich gegen ihn ankämpfte, erschien ihm dies wie ein Vorgeschmack des Wagnisses, das er im Sinne trug. So ging es durch die Dunkelheit fort, die der Abenddämmerung schnell gefolgt war. Ter strenge Duft des Seetangs und der Fische, die auf dem Land zurückgeblieben waren, behagte dem Knaben, der sich zum Manne herangereift fühlte, besser als der süße Narben-