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Israelitischer Jugendfreund · 1905-01-01 · 12 (1905) · p. Seite 189

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Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
11 (1905) Jung Israel
Issue
12 (1905)
Date
1905-01-01
Page
Seite 189 (sequence 17)
Language
German
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JUNG ISRAEL 189 Sin berühmter jüdifcher Erfinder des 17. Jahrhunderts. Jenze Moszkolvicz war in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu Lublin geboren. Seinen ersten Unterricht empfing er von seinem Vater, einem verdienteil Lehrer der dortigen höhereil jüdischen Schule. Scholl frühzeitig bekilndete -er bedeiltende Fähigkeiten und Neigung zu weltlichei'.i Studium, und da es ihin ilicht möglich wiirde, sich in seiner Vaterstadt ruhig uiid ungehindert den Studien zu widuien, wurde er voll feinem Vater noch als juiiger Knabe nach Prag geschickt, wo er uilter denl Schuh eiiies Verwandten mit vollem Eifer dem voll ihiil bevorzugteil Studium der Mathe- Uiatik lind Mechanik oblag lind zugleich eifrig die Vorträge der berühmten Prager Professoreil hörte. Als gelernter Mechaniker kehrte Jenze im Jahre 1650 in seine Heimat zurück uild ließ sich in Lublin nieder. Hier lebte er ruhig und ziirückgezogen, ganz litterarischen Forschungen uild praktischeil Arbeiteil ergebeii. Hier schrieb er ein größeres mathematisches Werk, das aber nlangels eines Verlegers nicht in Druck erscheiileil koilnte. Vernlutlich soll das Manuskript in der berühmten Bodeljana-Bibliothek aufbewahrt fein. Zu einer Berühmtheit wurde Jenze erst bann, als er mit Hilfe von Mafchinen und von ihm erfundener Vorrichtungen im Jahre 1664 in der Ukraille aus dem Grunde des Dnjepr Kanonen, Ausrüstliilgeil und Hafervorräte, die während eines Krieges versanken, herauszog. Jil Anerkennuilg dieser für die Ariilee hochwichtigen und ilützlichen Tat ernaiinte König Johann Kasiiiiir Jenze zu feinem Sekretär, was später auch König Michal Korpbilt dilrch ein in Krakau am 30. Oktober 1669 erlassenes Privilegium bestätigte. Dieses Privilegillin lalltet unter ailderem folgendermaßeil: „Fast der ganzen Welt sind die

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