Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 11 (1905) Jung Israel
- Issue
- 10 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 158 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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15« JUNG ISRAEL monicrn, abgeseheir davon, daß viele andere Nationen in geringer Anzahl vertreten sind. Voin Meere ans erblickt man besonders das alte arabische Viertel init den uralten Hasenanlagen das sich auf einem 138 Meter hohen Tnsfsteinselsen schroff ans der grünen See emporhebt, als wäre immer ein Hans über dem andern erbaut, und es gibt kaum eine Stadt, die vom Meere ans gesehen einen so romantischen und fast romanhaften Anblick gewährt wie diese Felsenburg, in der die höher gelegenen Straßen gleichsam ans den Firsten und Dächern der niedriger gelegenen herauswachsen Und doch gibt es keinen häßlicheren, staubigeren und schmutzi'geren Teil in der ganzen Stadt als dieses altarabische Viertel, während sich in der übrigen Stadt weite Gärten der herrlichsten Granatbäume und Plantagen von Südfrüchten dehnen. Ganz entsprechend dein Umstande, daß die neue Blüte Jaffas von den eingewairderten Juden ausgeht, ist denn auch der schönste Stadtteil die Nedschib-Bustros, ein ausschließlich von askenasischen Juden bewohntes Viertel. Und ebenso bezeichnend ist es, daß die Juden die einzigen sind, die angestellie Briefträger haben, während die Verwaltung der Gemeinde auch in wirtschaftlicher Beziehung in den Händen eines gewählten Zionskomitees ruht, das seinen Sitz in einem eigenen großen Hause der Nedschib- Buslrosstraße hat. Von dein weiteren Zuzug gebildeter Juden hängt damit ebenso äie Zukunft Jaffas, wie des ganzen Heiligen Landes ab. Oie Ducken in Hurlrestan Zwei Gruppen jüdischer Bevölkerung sind in Turkestan zu unterscheiden, die aus Persien stammenden b u ch a r i s ch e n Juden und die russischen Juden. Die ersteren sind der Tradition nach die Juden der Reiche der Israel und Juda, die 722 durch Sargon bezw. 597 durch Nebukadnezar in die Gefangenschaft geführt und in Persien und Medien angesiedelt wurden. Aus Kaswin und Merw wanderten diese Juden nach Buchara vor etiva 150 bis 200 Jahren ein, während ein anderer Gelehrter diese Abwanderung schon vor sechs bis sieben Jahrhunderten annimmt. ■ Spätere Ansiediungen finden sich, abgesehen von den Ansiedlungen in der Stadt Buchara, in dem heute zu Rußland