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Israelitischer Jugendfreund · 1898-01-01 · 24 (1898) · p. Seite 365

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
4 (1898)
Issue
24 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 365 (sequence 15)
Language
German
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365 dann schnell mit ihm vor mein Gericht." So geschah es. Die Fische unterhöhlten die Stelle, welche der Mensch stets einzunehmen Pflegte. Als er dahin trat, sank der Boden unter ihm ins Wasser und mit diesem der brave Sohn. Die Fische eilten herbei und zerrten den zum Tode Erschreckten vor ihren Fürsten. Dieser fuhr ihn hart an: „Was veranlagte dich, unter meinem Volke Zwist und Neid zu säen?" „Ich habe nur meines Vaters letzten Willen erfüllt," sprach Jonathan. Er erzählte dem Fürsten der Fische seine ganze Lebensgeschichte. Der Fürst Levijatan war von solcher Elternliebe so sehr gerührt, daß er unserm Jonathan die Sprache der Fische, der Vögel mtb aller Geschöpfe lehrte. Dann befahl Levijatan seinem Palastdiener, daß er Jonathan wieder ans trockne Land befördere. Jonathan ging weit hinein ins Land. Doch ermüdet von dem Schrecken, wie von der großen Fahrt aus der Meerestiefe, legte er sich unter einen Baum und schlief bald ein. Da hörte er im Traume zwei Krähen, die sich auf einem Baume niedergelassen hatten, ein Gespräch fiihren. Die eine sprach: „Mich gelüstet nach dieses Menschen Auge; ich will hinab, es ihm aushacken und verzehren." „Begieb dich nicht in Gefahr; dieser Mann ist nicht tot, er schlummert nur, du wagst dein eignes Leben." Die jüngere Krähe flog herab, setzte sich auf des Schlummernden Angesicht und wollte ihr böses Vorhaben beginnen. Da bewegte sich der Wiedererwachte und mit einem kühnen Handgriff hatte er die Krähe gefangen. Jetzt sah sie ein, wie unklug sie gehandelt hatte. Die ältere Krähb, noch auf dem Baume sitzend, bat für das Leben ihres Kindes und versprach Jonathan fürstliche Belohnung. „Zuerst will ich diese auch sehen," sprach Jonathan, „dann will ich dir um deinetwillen deinen unfolgsamen Sohn freigeben." „So grabe hier unter diesem Baume an der Stelle, woselbst du geschlafen, und du wirst einen größere Schatz finden," rief ihm die alte Krähe herab. Jonathan grub, und bald entdeckte er einen unermeßlichen Schatz. Diesen hob er, und damit war er in der Lage, sich ein Haus zu erwerben wie auch Äcker, Weinberge, Wälder und Wiesen. Doch nicht vertraute er dem Golde allein, sondern er entwickelte eine rastlose Thätigkeit. Gott segnete all sein Mühen, und alles, was er unternahm, gelang ihm, Nnd das Glück verließ ihn ninnner bis an sein Lebensende. Der Segen des Vaters baute ihm Häuser. Hilly und die Schneeflorlien. von A. Stöckel. ffe kleine Hillp kannte kein größeres Vergnügen, als vor die Thür zu zu laufen, wenn es recht in dicken Flocken schneite, und den Schneeflocken ihre kleine Zunge entgegenzustrecken, daß sie sich darauf legten und

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