Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 4 (1898)
- Issue
- 24 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 361 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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361 Seine Litern, die er nad) Jerusalem hatte kommen lassen, nachdem <>r zur Fürstenwürde gelangt war, hatten ihn noch auf der höhe seines Ruhmes gesehen. Die Freude darüber verklärte ihren Lebensabend, und so war ihre Hoffnung in Erfüllung gegangen, daß einst durch ihren hillel Lichtstrahlen würde in ihrer Wohnung. Von zärtlicher Liebe und Sorge ihres Sohnes gehegt, starben sie in hohem Greisenalter. Schebnas Glück ruhte auf schwachem Grunde. So schnell er seine Reichtümer erworben, ebenso schnell hatte er sie wieder verloren. Er wäre in Armut und Glend gestorben, hätte nicht hillel für ihn gesorgt. 2TIit der Erkenntnis, daß nur die höheren Güter der Lehre, Tugend und Frömmigkeit unvergänglichen wert haben, starb er kurze Zeit vor seinem Bruder, versöhnt mit seinem Schicksal. Das Grab bedeckte bald auch die Erinnerung an ihn. hillels Geist wurde aber nicht mit ihm zu Grabe getragen; er lebte weiter fort in feinen Nachkommen, bei denen die Fürsten würde bis in das zehnte Geschlecht erblich verblieb, und in seinen Schülern, die seine Gedanken weiter trugen, hier zeigte sich die Wahrheit des Bibelwortes: „Das Gedächtnis des Gerechten wird zum Segen!" Der heutigen Zugend Zsraels möchte ich die Nlahmmg zurufen: Gedenket eurer Vorfahren und bleibt wie sie treu der Thora, dem heiligen Gute, das einst am Sinai euch anvertraut worden ist! Nähret das Feuer der Begeisterung für das heilige Gotteswort in eurem Herzen! Er wird euch erwärmen, wenn der Eiseshauch des Lebens euch anweht, und wenn dichte Finsternis euch umlagert, wird es Licht um euch verbreiten, — Licht, das nimmer erlöscht. Und wenn ihr eurer Vorfahren gedenket, die für die heilige Lehre lebten und starben, dann vergesset nicht des weisen, sanften und frommen hillel, der „die Thora wieder aufrichtete, als sie vergessen war." Ende. Oer Kaiser Wilhelms-Kanal. er Gedanke, die Ostsee mit der Nordsee durch eineil Wasserweg zu verbinden, tauchte schon vor 300 Jahren auf. Auf der Universitätsbibliothek in Kiel befindet sich ein Brief des Herzogs Adolf von Schleswig- Holstein-Gottorp an Kaiser Maximilian II. vom 16^ August 1571, in welchem es heißt: ,,Ulld wird bei meiner Stadt Kiel, an der Ostsee belegen, die Gelegenheit erspüret und befunden, daß man einen Graben ungefähr 2000 Ruten lang, eine Schiffahrt dmch etliche Seen und Auen bis in den Wasserfluß, die Eider genannt, kann gemachet werden." Ungünstige Politische Verhältnisse mögen in jener Zeit die Ausführung