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Israelitischer Jugendfreund · 1898-01-01 · 23 (1898) · p. Seite 348

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
4 (1898)
Issue
23 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 348 (sequence 14)
Language
German
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348 vernichten und Jerusalem zu zerstören. Er selbst zog mit der anderen Hälfte nach Persien. Lysias sandte nun den Ptolemäus, Nikanor und Gorgias mit 40000 Mann und 7000 Reitern gegen die Juden ab. Sie brachen auf und lagerten bei Emmaus. Ihr Sieg schien so sicher, das; bereits Sklavenhändler eintrafen, um die gefangenen Juden zu kaufen. Als die Inden alles das hörten, gerieten sie in Furcht, denn ihrer waren nur 6000. Sie versammelten sich zu Mizpa, wo sich auch in frühereit Zeiten die Israeliten oft in der Not versammelt hatten, und fasteten und beteteil „mld blieseil mit Trompeten und riefelt mit lauter Stimme." Jllda aber sprach zu ihnen: „Umgürtet euch und seid tapfere Männer: haltet ench bereit auf den Morgen, zu käinpfen mit biefeu Völkern, welche sich wider lms versammeln, um uns und uliser Heiligtum zu vertilgen. Denn besser ist es, daß wir sterben im Kampfe, als daß wir das Unglück unseres Volkes unb Heiligtums sehen. Wie aber immer der Wille dessen im Hiinmel sei, also thtte er!" Gorgias beabsichtigte, mit 5000 Mann und 1000 Reitern das Lager der Juden nachts zu überfallen. Doch Juda erfilhr davoll und zog seiner, seits gegen das feindliche Lager nach Emmaus. So kam es, das Gorgias das jüdische Lager leer fand. Er glaubte nicht anders, als daß die Juden ins Gebirge geflohen seien und zog ihnen nach, um sie allfzllsuchen. Bei Tagesanbruch freilich sahen die im Lager zurückgebliebellen Syrer Juda mit seinen 3000 Mann. Mit einem Gebete stärkte dieser sich und seilte Schar, dann begannen sie den Kampf, jagten die Feinde in die Flucht und steckten ihr Lager in Brand. Nlin aber rückte auch Gorgias mit seinen Truppen aus dem Gebirge heraus. Als diese den Rauch aus ihrein Lager aufsteigen und die Judeil kampfbereit Heranrücken sahen, merkten sie, was geschehen war, verloreit den Mut und flohen. Groß war die Beute alt Waffen, Silber mid Gold, die die Juden im Lager der Heiden fanden. Dann aber dankteit sie Gott für die Gnade, die er ihnen erwiesen. Als Lysias von dieser Niederlage hörte, ward er sehr bestürzt: was sollte der König von ihm denken! Er brachte also im nächsten Jahre 60000 Mann und 5000 Reiter zusammen und lagerte bei Betyzur. Diesem großen Heere konnte Juda imr 10000 Mann entgegenstellen. Aber er vertraute mis Gott, den er um Beistand anries, ließ zum Altgriff blasen, lmd der begeisterten Tapferkeit der Judeit, die nur siegen oder sterben wollten, gelang es, die Heiden zu schlagen; an 5000 von ihnen wurden getötet. Nun beschlossen Inda mld seine Brüder, nach Jerusalem zll zieherl, um das Heiligtum zu reinigen und einzuweihen. Traurig genug sah es da aus: Der Altar war zerstört, die Thore verbrannt, die Vorhöfe mit Gras x -

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