Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 4 (1898)
- Issue
- 23 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 349 (sequence 15)
- Language
- German
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349 bewachsen und die Hallen zerstört. Bei diesem Artblick brachen sie in lautes Wehklagen aus. Dann gings an die Wiederherstellung. Untadlige fromme Priester reinigten das Heiligtum, zerstörten den Brandopferaltar und erbauten einen neuert aus ttitbehauertert Steinen (wie irrt Gesetze Moses borgeschrieben) weiheten das Innere des Tempels ein, machten neue Tempelgeräte, stelltert die Leitchter auf und zündeten die Lichter darartf an, ebenso deit Räucheraltar und rärlcherten darartf. Am 25. Kislev d. I. 164 (an demselben Tage, an dem vor drei Jahren der Tempel entweiht worden war), wurde er wieder eingeweiht und das erste vorschriftsmäßige Opfer dargebracht: „Und es war eine sehr große Freude im Volke, und der Schimpf der Heiden wtlrde abgewendet." Znnt Andenken aber sollten fortan die Tage der Eiitweihtmg des Altars (chanukas hammisbeach) acht Tage lang in Fröhlichkeit und Freude gefeiert werden. Unt den Berg Zion wurden mm Mauern mit Türmen erbaut und eure Besatzung hineingelegt, ltut ihn in Zukunft besser berteitigen zu können. Zinn Schutze gegen die Jdumäer wurde Bethzur befestigt. Als die uinwohnettden Völker hörtert, daß der Tentpel zu Jerusalem wieder hergestellt sei, da entbrannte ihr Zorn, und sie beschlossen in ihrem Hasse, alle unter ihnen lebenden Juden zu töten. Schon hatten sie den Anfang damit gemacht, und manche Juden waren offen, mehr aber noch durch Hinterlist ums Leben gekommen. Da kam ihnen Juda, der das erfuhr, zu Hilfe. Er kämpfte gegen die Edomiter und Ammoniter, besiegte sie in mancher Schlacht und eroberte manche Stadt. Die im Ostjordanlande wohnenden Inden flüchteten sich, nachdem viele von ihnen umgekommen waren, in die großen Städte, namentlich in die Festung Dothema, und sandten voll hier aus ein Schreiben an Juda, in welchem sie um schleunige Hilfe baten. Desgleichelt kamen Boten aus Galiläa, die mit tiefer Betrübnis meldeten, die Heiden in Galiläa und Phönizien hättell sich zur Ansrottilng der Jndelt versammelt. Sogleich entsandte Juda seinen Brlrder Simon mit 3000 Mann nach Galiläa; während er selbst mit 8000 Käinpfern riach Gilead, dem Ostjordaillalld, zog; mit dem Rest ließ er den Joses und deil Asarja zurück und gebot ihnen, sich mit den Heidell in keine Schlacht einzlilassen, bis er und sein Bruder zurück wären. Simoll war üt Galiläa siegreich und führte die jüdischen Familien von dort nach Judäa. Juda aber und sein Bruder Jonathan zogen über den Jordmi, überfielen die Heiden, die sobald sie merkten, daß es der Makkabäer sei, sofort vor ihm flohen. Er verfolgte sie, und es fielen von ihnen an jelrein Tage an 8000 Mann. Hierauf versanunelte Juda die Juden von Gilead und ftihrte sie nach Judäa. Doch die Freude über diese Erfolge war keine ungetrübte; denn während Juda und seine Brüder abwesend wareli, ließen sich Josef und Asarja trotz des Verbots in euren Kanrpf mit der Stadt