Mannheim
Compact Memory

Israelitischer Jugendfreund · 1898-01-01 · 23 (1898) · p. Seite 347

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
4 (1898)
Issue
23 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 347 (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/9620171-9622086-9622527--1315-9622540
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

347 Juda, der Makkabäer. > (Zuin Lkanukkalffest.) nachdem Nebukadnezar Jerusalem erobert hatte, konilten die Inden unter den babylonischen lttxb später ilnter den persischen Königen ungestört nach den Gesetzen ihrer Religion leben; auch Alexander der Große, der das Perserreich eroberte, hinderte sie nicht daran. Aber einer seiner Nachfolger, Antiochus Epiphanes, König von Syrien, wozu damals auch Palästina (Judäagehörte, wollte sie mit Gewalt zwingen, von dieser angestammten Religion abzufallen und die heidnische der Griechen anzunehmen. Biele Juden gehorchten ihm aus Furcht, andere aber ließen sich lieber töten, als daß sie zum Heidentum übergetreten wären. Danach hätte der König wohl mit der Zeit seine Absicht erreicht, wenn nicht der Priester Mattatias mutig, im Vertrauen auf Gott, die heidnischen Altäre umgestürzt, die Beamten des Königs getötet und die gesetzestreuen Juden zum Widerstande ermutigt hätte. Aber er war ein hochbetagter Greis und starb, ehe der Kampf beendet war (166), Doch hatte er vor seinem Tode seine Söhne ermahnt, weiter tapfer für das Gesetz Gottes 311 streiten und seinen Sohn Inda zum Anführer im Kriege bestimmt. Um die Juden zu bezwingen, zog der syrische Feldher Apollon ins mit einem Heere wider sie; aber er wurde besiegt und getötet; sein Schwert nahm Juda und fiihrte es fortan in allen Schlachten gegen die Heiden. 9hm zog Seron mit einem Heere gegen die Juden heran. Bei Beth Horon trafen sie zusanunen. Fast wollten die tapferen Gottesstreiter verzagen, dein: ihr Häuflein war klein, und sie hatten an dem Tage keine Speise genossen. Aber Juda sprach: „Vor dem Gott des Himmels ist kein Unterschied, zu retten mit vielen oder mit wenigen. Denn nicht auf der Größe des Heeres beruht der Sieg im Kriege, sondern vom Himmel kommt die Stärke. Sie kommen mit einer Menge von Übermut und Gottlosigkeit, um uns, unsere Weiber und Kinder zu vertilgen und uns 311 plündern. Wir aber kämpfen für unser Leben und für unsere Gefahr. Er wird sie zermalmen vor unseren Augen; fürchtet euch daher nicht vor Ihnen!" Nachdem er so seine Schar ermutigt, stürzten sie sich auf die Feinde. Diese hielten dem stürmischen Angriff nicht stand, sondern wandten sich bald zur Flucht; .au die 800 wurden erschlagen, die übrigen flohen hinab ins Philisterland. Als König Antiochus von dieser Niederlage hörte, wurde er sehr zornig und übergab dem Lysias, einem vornehmen Mann aus königlichem Ge schlechte die Hälfte seines gewaltigen Heeres mit dem Befehle, die Juden zu

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.