Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 4 (1898)
- Issue
- 22 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 326 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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326 wirst du glücklich sein auf allen deinen Wegen und wirst klug sein". „Zm Geiste sehe ich dich, hillel, mit der Arone der Weisheit geziert, meinem Volke vorangehen als Fürst und Lehrer, und du richtest wieder auf das Gesetz, das Juda und sein Aönig niedergerissen haben!" Bei diesen Worten legte er seine Hände segnend auf das Haupt seines Jüngers. „Sei mein Schüler", sprach er, „und Gott gebe dir Erkenntnis und Araft, die Tiefen seiner heiligen Lehre zu durchdringen." Auch Schemaja legte seine Hände auf das Haupt hillels und sagte feierlich: „Zm letzten Gericht wird der ewige Richter Rechenschaft von uns fordern über die dem Gesetzesstudium gewidmete Zeit. Wenn sich alsdann mancher wird entschuldigen wollen, nicht studiert zu haben, weil er arm und mit der Erhaltung seiner selbst beschäftigt war, so wird ihm die göttliche Gerechtigkeit antworten: „Warst du vielleicht ärmer als der arme hillel?" Die weisen Lehrer schwiegen und gingen dann sinnend dem Vorhof des Tempels zu, woher der Ruf zum Worgengebet erklang. (Fortsetzung folgt.) Biblische Lebensbilder. l)ou Dr. 25. Kuttucr tu Frankfurt a.!N. 5. Zdkoft. (Fortsetzung) o war Jakob der Gefahr, die ihm voll Laban drohte, durch Gottes Beistand glücklich entronnen: aber eine weit größere drohte ihm iloch. Seine Mutter hatte ihin versprochen, ihm Nachricht zu schicken, wenn Esmls Zorn nachgelassen haben würde. Diese Nachricht war nicht gekommerl. Zürnte Esau iminer noch? Oder hatte er inzwischeil eingesehen, daß Jakob sich für die göttlichen Verheißungen besser eignete, aber nichts darüber gesprochen, so daß die Mutter nicht wllßte, wie Esau darüber dachte? Dies letztere ist gar nicht unwahrscheinlich, da Esau gar nicht mehr bei seinen Eltern wohilte, sondern inzwischen mit seinen Z-rauen, Kindern lind Herden im Lallde Se'ir (südl. v. rotenMeere) sich niedergelassen hatte. Allein Sicheres konnte Jakob nicht wissen, und mußte daher sehr vorsichtig sein. Er saildte also zuerst Boten an feinen Bruder, die in sehr demütiger Rede ihin Jakobs Heimkehr anzeigten: „Dein Knecht Jakob läßt dir sagen: Bei Laban habe ich mich aufgehalteil und bis jetzt verweilt- Da wurden mir Rinder und Esel, Schafe, Knechte und Mägde: lmn sende ich zu dir, av4