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Israelitischer Jugendfreund · 1898-01-01 · 19-20 (1898) · p. Seite 294

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
4 (1898)
Issue
19-20 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 294 (sequence 16)
Language
German
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294 Personen und bleibe so lange in der Nähe der Thür stehen, bis dir ein anderer Platz angewiesen wird. Ist dies geschehen, so betrachte nicht neugierigen Auges Bilder und Einrichtung des Zimmers. Findest du geöffnete Briefe oder Bücher, so hüte dich, einen Einblick in dieselben zu thun! Mit den Fingern auf dem Tische, an den Fenstern u. 8. w. zu trommeln, ist unartig, wenn du mit jemand sprichst, so sieh nicht auf die Seite! Sehr unziemlich ist es, beim Sprechen jemand zu berühren, den Angesprochenen beim Rocke zu fassen oder in Gesellschaft auf jemand zu deuten. Ebenso schickt es sich nicht, fortwährend auf die Uhr zu sehen, als sei man ungeduldig fortzukommen. Begiebst du dich zu einer hochgestellten Persönlichkeit in das Zimmer, so schliesso die Thür nach rückwärts, d. h. dass du gegen die Persönlichkeit gewendet bist! Verneige dich und bleibe dann ruhig stehen, bis du aufgeforlert wirst, zu sprechen! Nach Beendigung der Unterredung suche zur Thüre hinauszugehen, indem du stets gegen die Persönlichkeit gewendet bleibst! Vergiss nicht, noch im Innern des Zimmers eine Verbeugung zu machen! Bei gleichzeitigem Verlassen des [Zimmers gewähre Höhergestellten und Frauen den Vortritt; der Hausherr verlässt zuletzt das Zimmer. In Gesellschaft mit einzelnen Personen zu flüstern oder jemand in seiner Rede zu unterbrecchen, ist unanständig. Nase, Ohren oder Fingernägel reinigt man nie angesichts fremder Personen. Man spucke nie auf den Boden; ist ein Spucknapf nicht vorhanden, so benutzt man das Taschentuch. Beim Niesen oder Husten wende dich abseits und halte die Hand oder das Taschentuch vor den Mund oder die Nase. (Schluss folgt.) <£iuc Lebensgeschichtc von 5. Kntj. (Fortsetzung.) Der Knabe errötete, als hätte man ihn bei einer Unrechten Thal ertappt; denn er hätte gar zu gerne sein stilles Wohlthun selbst seinen Eltern verheimlicht. Als wollte er sich entschuldigen, daß er die kärglichen Bissen sich selbst entzog, sagte er: „Klein Pater, du kennst die kleine Hütte im Thal, an der wir vorüberschreiten, wenn wir zum Walde gehen. Dort wohnt eine Witwe, ach!

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