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Israelitischer Jugendfreund · 1898-01-01 · 18 (1898) · p. Seite 270

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
4 (1898)
Issue
18 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 270 (sequence 8)
Language
German
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270 mm erst das Entzücken der beglückten Eltern, als sie ihren Ukwo in ihre Arme schließen konnten! So begegnen wir wieder der stillen Freude und den: OanSlirf^eu Glücke in der Familie Chamas. Der jüngere Sohn, Josua, ist inzwischen zu einem stattlichen Manne herangewachsen. Er obliegt mit Eifer dem Gesetzesstudium und ist eine Zierde der von Rabbi Hillel begründeten Hochschule. Sein Lehrer Hillel ist im Lause der Zeit zu ncch größerer Ehre und Berühmtheit gelangt. Er ist sogar Vorsitzender des obersten Gerichtshofes geworden. Aber er ist immer noch jso bescheiden wie stüher, und seine Sanftmut und Geduld ist in gang Judäa sprichwörtlich geworden. Sein Sohn Simon hat sich mit der Zeit körperlich und geistig trefflich entwickelt. Auch er besucht die Schule seines Vaters. Sein freundschaftliches Verhältnis zu Josna ist dasselbe wie in früherer Zeit geblieben. rj: Der 15. Ab, ein sonnenheller Sommertag, war da. An diesem Tage feierte man in alter Zeit ein Fest, das als das größte Freudenfest galt. In der Nähe Jerusalems war ein großer Festplatz hergerichtet worden, aus dem es an Belustigungen aller Art nicht fehlte. Jung und alt beteiligte sich an diesen: Feste. Ans einer der Tribünen hatten Nachmann Batyra, sein Weib Zipora und Noemi Platz genominen, Auf Wunsch des Rabbi Hillel nahinen auch seine Schüler, darunter sein Sohn Simon und Josua, an dem Feste teil. Aus dem Festplatze herrschte bereits ein gar reges Leben und Treiben. Hier sah man weißgekleidete Jungfrauen sich luftig in: Tanze drehen, dort veraifftalteten junge Männer Rü:gkän:pse, Wettlaufen und Wettfahren, an einer anderen Stelle zeigten arabische Gaukler ihre Kunststücke, ihnen gegenüber spielte eine Musikkapelle ans Zimbeln, Flöten, Harfei: und Pauken lustige Weisen, arabische und parthische Fruchthändler gingen hin und her, Datteln, Feigen, Melonen und andere Früchte feilbietend — so zeigte der Festplatz ein bnntbewegtes Bild, ein Bild der Freude und Lust. Ein wenig abseits von dei: aufmerksamen Beobachtern der Ringkämpfer standen Simon und Josua, die frohbewegle Menge mit Lust betrachtend. Da trat ein Araber auf sie zu und bot ihnen seine Früchte zum Kauf an. Mit Bereitwilligkeit kauften sie ihm einige Feigen ab, die ihnen eine angenehme Erfrischung boten. Der Mann entfernte sich, allein nach kurzem Besinnen kam er wieder zurück, trat vor Josua hin und fragte ihn, ob er ihm nicht etwas sehr Wertvolles abkaufen möchte. Die Beiden sahen den Feigenverkäufer fragend an. „Was ist es denn?", fragte Simon, beu Mann mit prüfendem Blicke

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