Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 4 (1898)
- Issue
- 17 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 251 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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251 guten Eltern, eure lieben Geschwister, die Verwandterl und Freunde gestrnd an Leib und Seele erhalten. Dann ist es jedenfalls euer Wunsch, der allgütige Vater möge errch selbst stets Gesundheit des Körpers und des Geistes verleihen; er lasse es euch nicht an Einsicht und gutem Willen fehlen, er schütze und begleite errch stets, damit ihr den Versrrchungen des Lebens widersteht urrd urrgehindert euer Fiel erreicht. llnd die Hoffnungen und Wünsche eurer Eltern?,—^Nun, die seid ihr, liebe Kinder. Alle Arbeit rrnd Mühe, alle Kämpfe urrd Sorgen, denerr eure Eltern sich gerrr rmterzieherr, sie gelten nur eurem Wohle. Kein größeres Glück kennen sie als euer Wohlergehen, keine größere Freude als euer Heil. Und wißt ihr arrch, daß die Erfüllung der Wünsche und Hoffnungerr, die das Herz errrer guten Eltern gerade am Rosch haschonoh erfüllen, zum größten Teil in eurer Hand liegt? Wenn ihr nämlich die euch von Gott verliehenen Gaben zu eurer Ausbildung sorgsam verwendet, wem: ihr die Lerngelegerrheit, die errch die öfferrtliche und die Religionsschnle bieten, fleißig benutzet, wenn ihr gehorsam und bescheiden, wahrheitsliebend und austichtig seid/ überhaupt einen Lebenswandel führt, wie ihn unsere heilige Religion von rms verlarrgt, darrrr erfüllet ihr die Hoffnrmgen eurer Eltern, dann eröffnet ihr ihrrerr einer: steudigen Ausblick in die Zukunft. Urrd mein Wrrrrsch? Möge der Allvater euch im neuen Jahre mit des Himmels Gaben reichlich segnen, damit die Wünsche urrd Hoffnungen errrer Eltern und Lehrer sich erfüllen zu eurem eigenen Heile, zur Freude errrer Angebörigerr, zur Ehre urrserer heiligen Religion! Das ist der aufrichtige Nenjahrswnnsch, den euch allen, liebe Kinder, von Herzen darbrirrgt Er rer „Onkel Jugendfreund." Warlamne. Geschichtliche Erzählung aus dem letzten Jahrhundert vor der gewöhnlichen Zeitrechnung. Von Bioritz Scherbe!. (Fortsetzung.) Zipora stand wie vernichtet da. „Der Brief ist gefälscht, ganz bestimmt gefälscht!" rief sie endlich, von ihrem Entsetzen sich erholend. „So denke auch ich. Aber von wem? A)er könnte so nichtswürdig sein!" „O, das liegt nicht fern; Salome, die Schwester des Königs, bekommt dieses auch fertig. Daß aber der König auch diese Lüge glaubt, das ist mir ganz unbegreiflich." „Du weißt ja, daß er überall Gespenster schaut und in jeder Fliege,