Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 4 (1898)
- Issue
- 15 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 224 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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224 ergebene Iizchak fast verzweifelte: der wird es verstehen, daß Tirza jeden Trost von sich wies. . Kannst du dir aber, lieber Leser, eine Vorstellung machen von dem erschütternden Eindruck, den dies alles auf Thama machte? Tiefes Uutleid mit seinen bedauernswerten verwandten paarte sich mit der quälenden Zorge um seinen Sohn Ukwo. Ulußte dieser bedauernswerte Vorgang ihn nicht mit der Furcht erfüllen, daß seinen Lohn ein gleiches Los treffen könne. Thama war derartig ergriffen, daß er nicht einmal einige Worte des Trostes fand. Und immer wieder drängte sich ihm der peinigende Gedanke an Ukwo auf, wo dieser sich aufhalten, wie es ihm wohl gehen möge. Am andern Tage schon wurde, wie es damals Sitte war, jsnuid dem Schoße der Erde übergeben. Die allseitige Anteilnahme en dem Ucißgeschick der unglücklichen Familie bewies deutlich, welcher Liebe und Verehrung diese sich in Bartoßa und in weitem Umkreise erfreuten, und wie große Trauer der frühzeitige und jähe Tod ^smaels hervorrief. Während sich Iizchak und seine Frau anschickten, die vorgeschriebene Trauer um ihren Sohn abzuhalten, machte sich Thama auf den Rückweg nach Jerusalem. X. Die versucherin. Leit der Rückkehr des Königs Merodes von Rhodus weilte die Königin Ulariamne wieder in Jerusalem im königlichen Palast. Wir finden in ihrer nächsten Umgebung Noemi, die Tochter Levis. Die Königin hatte sich so sehr an dieselbe gewöhnt, daß sie ' sich von ihr nicht zu trennen vermochte. Sn gleicher Weise hing auch Noemi an der königlichen Frau. Sk verehrte sie nicht bloß als Fürstin, sondern sie liebte sie auch, liebte sie wie ihre Ukutter. Und wenn sie zu den Füßen der Königin saß und ihre blauen Augen zu ihr erhob, lag so viel Innigkeit und treue Eingebung in dem Blick, daß die Fürstin ganz entzückt davon war. Ulußte sie ja die Liebesbezeugungen ihrer eigenen Kinder Aristobul und Alexander entbehren, da diese sich zur Erziehung in Rom befanden. s)n der hingebenden Liebe Noemis fand die Königin Entschädigung für die entbehrte Liebe seitens der eigenen Kinder. Der edlen Fürstin war es nicht schwer geworden, beim verlassen der Feste Alerandreion sich die Erlaubnis zu erbitten, Noemi mitnehmen zu dürfen. Die Eltern des Kindes hingen der Königin mit ganzer Seele an, zudem waren sie auch überzeugt, daß ihr Kind in der Nähe der guten Königin gut aufgehoben sei.