Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 4 (1898)
- Issue
- 15 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 223 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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-v' . .>*• V: »■>'-> Vt c-- " - r., 0 •V”'-?-<V- <*\> *- »V* " — 223 — Satz über einen Graben, welcher die Gärten von der Landstraße, trennt — und er war zwischen den Bäumen verschwunden. während einige ihn, nachsetzten, warfen sich die änderen wutentbrannt aus uns. Zsmael und Zacob waren ihre eichen Opfer. — „Zieht euch zurück, wir unterliegen sonst der Übermacht!" hörte ich noch Zsmael rufen, dann sah ich ihn unter den Schwertstreichen der Soldaten zusammenbrechen. Zch verbarg mul' in der Bähe, um ihn nicht den Feinden zu überlassen, und während diese den eigentlichen Kampfplatz verlassend die Unsrigen verfolgten, trug ich ihn unter dem Beistände zweier des Weges herkommender Tenipeldiener in das Haus des Gärtners Elgas. Gr verschaffte mir auch den Blaultiertreiber, wodurch es nur möglich war, den verwundeten, wenn auch auf großen Umwegen, hierher zu bringen." Affa schwieg. Eine längere Pause tiefer Stille entstand, die nur durch das heftige Schluchzen Tirzas unterbrochen ward. Zizchak begann jetzt: „Ulein Sohn hat eine gerechte Thal begangen, er befreite einen Unschuldigen aus der Gewalt eines Ulächtigen, der ihm gegenüber keine Schonung gekannt hätte, wenn Zsmael dabei erlegen, so ist er es in der Erfüllung einer heiligen Psticht." — Boch immer lag der schwerverwundete bewußtlos da. Ulan hatte die verschiedensten damals bekannten Wiederbelebungsmittel angewandt — aber alles vergebens. Zuweilen bewegten seine Augenlider sich, ja er versuchte sogar einmal seine Lippen zu öffnen. Allmählich wurden die Atemzüge schwächer, und als der bekümmerte Vater an sein Lager trat, mußte er zu seinen, endlosen Schmerze erfahren, daß das Leben des geliebten Sohnes im Erlöschen sei. Zu qualvoller Spannung lauschten die Eltern den kaum hörbaren Atemzügen des Kranken, plötzlich öffnete der Sterbende seine Augen, er wandte den Kopf nach allen Seiten, als ob er jemand suchte. Da fiel sein Blick mit den, Ausdruck innigster Liebe auf den Vater. — „Die Ulutter", hauchte er mit der letzten Kraft, die ihm zu Gebote stand. Tirza kan, auf den Ruf ihres Mannes schleunigst herbei. Zsmael reichte den Eltern die Hand, wie zum Abschied, „weinet nicht" — konnte inan noch von ihm vernehmen, — „weinet nicht, — das Vaterland rief mich — zur wehr, und ich sterbe — für dasselbe. — Lebt wohl!" — Ein leises Zittern durchflog den jugendlichen Körper, und im nächsten Augenblick war Zsmael, der Sohn Zizchaks, eine Leiche. Zn lautem Klagen und weinen brach jetzt der Jammer hervor, der die Herzen aller ergriffen hatte, wer beschreibt aber das tiefe Weh, das das Herz der gramgebeugten Eltern erfaßte! Ach,^ nur wer diesen Schn,erz jemals kennen gelernt, kann es begreifen, daß der sonst so beherzte und gott-