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Israelitischer Jugendfreund · 1898-01-01 · 15 (1898) · p. Seite 220

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
4 (1898)
Issue
15 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 220 (sequence 6)
Language
German
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20 darüber kaum erstaunt zu sein. — „Wir müssen," sprach er, „uns auf noch Schlimmeres gefaßt machen." „Das fürchte auch ich," erwiderte Ehama, „und deshalb betrübt es mich, meinen Ukwo dabei zu wissen. Er sollte lieber bei der friedlichen Arbeit geblieben sein und nicht als Landstreicher umherziehen müssen." „Bruder, das ist dein Ukwo nicht. Siehe, mein Zsmael gehört auch zu der Schar, und ich habe kein Wort des Tadels für ihn. jm Gegenteil, ich freue mich seiner begeisterten Vaterlandsliebe. Bin ich selbst auch schon zu alt, uni thalkräftig für eine heilige Sache einzutreten, so soll es wenigstens mein Sohn thun." Bach einer kurzen j?ause fuhr er fort: „Es überrascht mich zu erfahren, daß der Bönig non Rhodus heimgekehrt ist. Seiner List wird es wiederum gelungen sein, sich der verdienten Strafe zu entziehen. Er hat sicherlich vor dem römischen Machthaber im Staube gelegen, das versteht er dem Stärkeren gegenüber — sonst aber kennt sein Hochmut keine Grenzen, Zetzt wird er die dort erlittene Demütigung uns entgelten lasten. Es werden alle diejenigen seinen Grimm im gesteigerten Utaße erfahren, die seiner Gewaltthätigkeit entgegen sind. Der arnie Zaddua, er dauert mich. Wo haben sie ihn hingebracht?" „Das weiß ich nicht." — „Und wo ist seine Frau, wo sind seine Binder geblieben?" „Auch das ist nur unbekannt." — Zizchak war aufgestanden und ging heftig bewegt im Minimer auf und ab. „Tirza," wandte er sich jetzt an seine Frau, „ich denke, wir haben für die Armen Raum genug in unserem Hause, bis für sie in hinreichender Weise gesorgt sein wird." „Ulögen sie nur Herkommen, wir werden uns schon daraus einzurichten wissen." „Bun gut, wir werden die Verjagten aufsuchen. Doch jetzt nmß ich fort, die Arbeit ruft mich auf das Feld. Du, Ehama, bleibst in jedem Falle über Bacht bei uns, da wir noch über manches zu sprechen haben." Ehama willigte ungern in die Einladung seines Bruders; er wußte, daß seine Frau mit Spannung seiner Rückkehr wartete; indes gab er doch den wiederholten Bitten seiner Verwandten nach und blieb. Er wurde dabei von der Hoffnung geleitet, daß er während der Zeit seiner Anwesenheit in Bartoßa noch Bachrichten von Ukwo erlangen könne, da die Fäden der Bewegung hier zusammenliefen. Der Bachmiltag ging dahin und es dämmerte bereits. Boch war Iizchak mit seinen Leuten nicht heinagekehrt, als man von der Landstraße her zwei Ulaultiere herankomnien sah, von denen das eine einen Reiter trug, während auf dem anderen eine dunkle Blaffe sich befand die man vorerst

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