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Israelitischer Jugendfreund · 1898-01-01 · 15 (1898) · p. Seite 219

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
4 (1898)
Issue
15 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 219 (sequence 5)
Language
German
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WZ — 219 — 2ldmuin Uiib Ehrerbietung zu erweisen. Es ist immer ein Zeichen von Wolieit, wenn man undankbar iü; ist doch selbst ein Tier dankbar, wenn man ihm auch nur einmal Gutes erwiesen hat, wie viel mehr muß es ein Mensch sein! Wer nun gar gegen seine Lehrer und Erzieher mwhrerbietig ist, der \ft nicht nur roh, sonderit geradezu widerwärtig und abscheulich. Er denkt auch gar tiicht daran, daß die Lehrer die Stellvertreter seitier Eltern sind, und daß er sich also auch gegelt Eltern versüitdigt, wenn er feine Lehrer nicht ehrt und achtete er denkt auch nicht daran, daß er seinem Lehrer dankbar sein muß für alles das, lvas er mit seiner Hilfe gelernt hat; tlttd eitdlich denkt er nicht daran, daß mail feinen Lehrer auch deswegen ehren muß, weil dieser älter ist. und mir vor älteren Personen Ehrfurcht haben sollen; wie ja die Thora (3. B. M. 19,32) sagt: „Du sollst ehren das Ansehen eines Alten, und fürchte dich vor deinen: Gotte". Spr. S. 13,18: „Armut und Schande dem, der sich der Zucht entledigt! Wer Ztlrechtweißutg beachtet, wird geehrt". Darum wohl dem, der seinem Lehrer Ehrfurcht und (Gehorsam beweist; wohl ihm, denn es wird zu seinem eigenen Glück dienen! Wer aber seine Lehrer nicht achtet, ihnen nid)t gehorcht, vielleicht gar über sie spottet, der wird es sicher noch einmal bitter bereneit. Darinit sageit auch unsere Weisen: „Die Ehrfurcht vor deinem Lehrer grenze an die Ehrfurcht vor Gott." 1 Marunnne. Geschichtliche Grzählung aus dem letzten Jahrhundert vor der gewöhnlichen Zeitrechnung. Don INoritz Scherbel. (Fortsetzung.) „IDie geht es dir, lieber Bruder?" fragte Zizchak teilnahmsvoll. „Zch kann dir keine erfreuliche Antwort darauf geben," sagte Thama „Die Sorge um meinen Ukwo führt tnich hierher. Zch hoffe ihn hier zu finden." „Das ist leider nicht der Hall," antwortete Zizchak und sprach weiter: „Bis vor zwei Tagen hatten die jungen Ucänner, die — wie du wissen wirst, sich zur B^rteidigung der vaterländischen Aechte zusammengethan, ihren Bereinigunsort dort oben in einer Grotte des Tedernwaldes, und dein Ukwo kehrte gewöhnlich bei uns ein. Uun aber ist der Ort ihrer Zusammenkunft verraten worden. Ts durchziehen Soldaten fortwährend die hiesige Gegend, und auch Bartoßa wird in strenger Beobachtung gehalten; deshalb mußten die Berbündeten sich einen anderen j?latz suchen." hiernach erzählte Thama seinem Bruder alles, was in Jerusalem geschehen. Zizchak schien

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