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Israelitischer Jugendfreund · 1898-01-01 · 13-14 (1898) · p. Seite 209

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
4 (1898)
Issue
13-14 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 209 (sequence 19)
Language
German
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SW" — 209 — gegen, da er sich auf den weg nach Bartoßa begeben wollte, weil er dort Ukwo zu finden hoffte. Empfanden sie auch auf der einen Seite eine gewisse Beruhigung darüber, daß Ukwo entkommen sei, so wußten sie ihn doch verfolgt und gehetzt wie ein wild, fort und fort der Gefahr ausgesetzt, von den Wäschern ergriffen zu werden. * * * Der Spätherbst war herangekommen. Rahle Felder, rauhe winde und welke Blätter wirken niederbeugend auf das menschliche Gemüt, zumal wenn dieses von schweren Sorgen gepeinigt, von der Last des Rümmers gedrückt ist. Raum entsandte am folgenden Tage die Sonne ihre ersten Strahlen, so machte sich Thama auf den weg nach Bartoßa. IV. Der Tod fürs Vaterland. In Bartoßa war man mitten in der Erntearbeit. Dom frühen Morgen bis zum späten Abend h'ckte Iizchak, der Bruder Ehamas, mit seinen beiden Söhnen -- der dritte, Ismael, war abwesend — zu thun, um den Ernteertrag, der in diesem Jahre besonders reichlich war, unter Dach zu bringen. Noch mußte ein Teil der Acker bestellt werden. Die Regenzeit ncchete heran, wo es denn mit her Feldarbeit ein Ende hatte. Eben war Iizchak mit den Seinen heimgekehrt, und da es Zeit zum Speisen war, nahm jeder seinen gewohnten Platz bei Tische ein. Nur der Platz Ismaels blieb leer. „weiß Gott, was daraus noch werden wird," meinte Tirza, die Frau Iizchaks. — „Nicht genug, daß man den Jungen hier bei der Arbeit entbehren muß, verläßt einen die Sorge um ihn keinen Augenblick. Und wohin soll das Treiben führen? was soll geschehen, wenn der Winter ihm und seinen Genossen den Aufenthalt im Freien, in den Bergen, wehren wird. „Sorge für diese Menschen nicht," erwiderte Iizchak, indem er dem vor ihm stehenden Bohnengericht wacker zusprach — „es sind alles junge kräftige Männer, die schon etwas vertragen können. Du siehst ja, daß sie hier nicht länger bleiben konnten, daß hier täglich Spione erscheinen, um nachzusorschen, ob nicht etwas geschehe, was gegen den willen des Rönigs ist. Und doch, er wird den Sturm nicht Niederhalten, der wider ihn sich zu erheben beginnt, vielleicht geschieht es, daß er von Rhodus gar nicht heimkehrt, und daß so dem Lande der Frieden erhalten bleibt." —

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