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Israelitischer Jugendfreund · 1898-01-01 · 13-14 (1898) · p. Seite 210

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
4 (1898)
Issue
13-14 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 210 (sequence 20)
Language
German
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hierauf wollte Tirza antworten, als die Thür sich öffnete und Thama in das Zimmer trat. Zizchak stand freudig von seinem Sitze aus, um dem Bruder entgegenzugehen. Die Brüder hatten sich bereits längere Zeit nicht gesehen, da die ernste und pflichttreue Erfüllung ihres Berufes ihnen nur wenig Zeit zu Besuchen ließ. Das Wiedersehen war deshalb stets ein freudiges und fand in einer herzlichen Begrüßung innigen Ausdruck. Aber bald gewahrte Zizchak die gedrückte Stimmung seines Bruders, die ihm erst recht auffiel, als er an die ungewohnte Zeit des Besuches dachte. (Fortsetzung folgt.) Die Sunde der MarKgriitin von Freifrau Lionel von Rothschild. (Schluß.) nd wie wunderbar die Abrichtnng ihre natürlichen Anlagen ent vernickelt! Wie standhaft bewacht der Hühnerhund den grünen Versteck, wo die Rebhuhnmutter mit ihren plumpen jungen Söhnchen mrd zarten Töchterchen rüstet! Wie legt er sich schweigend nieder und verharrt bewegungslos in der Nähe der Stelle, wo der königliche Fasan zu finden ist! Und wie schnell und leicht bringt der Apportierhund das getötete Wild herbei, ohne demselben trotz seiner scharfen Zähne auch nur eirre Feder zu verletzen!" „Und was sagt Ihr," fuhr der Sprecher fort, „zu den anderen Jagd. Treibtmd Windhunden? Ihr Geschlecht ist rein und edel, ihr Äußeres, erfreut durch den leichten und schlanken Körperbau, sie besitzen einen hochentwickelten Geruch:-sinn und die schärfsten Augen und Ohren. Sie schrecken vor keinem Hindernis zurück, scheuen keine Arbeit, fürchten keine (Gefahr; sie winden sich durch dornige Hecken, setzen über weite Gräben, schwimmen durch Bäche und Teiche und sind stets dienstbereit, wohlgeschult, gefällig und gehorsam." „Ich," rief jetzt ein schottischer Pinscher, — der, wie alle Schotten, der Gelehrsamkeit einen hervorragenden Platz anwies — „ich möchte den Ansprüchen des Pudels das Wort reden. Welch' große Dienste leistet er dein Menschen durch seine Gelehrigkeit, seine Bedürfnislosigkeit und Anhänglichkeit! Während die Jagdhunde nur den: kostspieligen Bergniigen dienen, Hilst der Pudel oft seinem Herrn beim Broterwerb. Er erlernt leicht allerhand Kunststücke, mrd in der (Geschicklichkeit ans der Leiter und ans dem Seit 'kann er es mit dem bedeutendsten Turn künstler aufnehmen. Er tanzt und reitet, springt durch Reifen und setzt über Hindernisse, treibt Schubkarren mii allerhand Waren und zieht Wäget-

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