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Israelitischer Jugendfreund · 1898-01-01 · 13-14 (1898) · p. Seite 207

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
4 (1898)
Issue
13-14 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 207 (sequence 17)
Language
German
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— 207 — Mariamne. Geschichtliche Erzählung aus dem letzten Jahrhundert vor der gewöhnlichen Zeitrechnung. Von Moritz Scherbel. (Fortsetzung.) „Schweige, Zunge, herrschte ihn Zuda an - - und sprich nicht in Dinge hinein, die du nicht verstehst. Denke über das nach, was du im Lehrhause gelernt hast." Zosua schwieg, wie er es immer that, wenn er von älteren Leuten zurecht gewiesen wurde. Aber in seinem Kerzen grollte es; er zürnte dem Verwandten, daß er seinen Bruder einen Räuber, einen Empörer genannt. Er war zu sest überzeugt, daß Ukwo ein schlechter Mensch nicht war. Zu Ehama sich wendend fuhr Zuda also fort: „Es wäre richtig und gut für Euch alle, wenn ihr Ukwo baldigst Nachricht davon geben würdet, wie es um ihn steht, vielleicht bringt ihr ihn noch zur Umkehr. Mein Vater würde sich dann ins Mittel legen und ihm Verzeihung vorn Uönige zu erwirken suchen, während er für nichts einstehen kann, wenn Ukwo auf dein bisherigen Wege verharrt." „Zch werde diesem Rate gemäß handeln. Nachdem Ehama dem Jünglinge für die Mitteilung gedankt hatte, entfernte letzterer sich. Die bekümmerte U lütter brach in Thränen aus: Ehama dagegen faßte sich schnell und gab seinem jungen Sohne Zosua den Auftrag, Ukwo aufzusuchen und ihm mitzuteilen, was Zuda hinterbracht hatte. „Unsere Verwandten meinen es gut mit uns, fügte Ehama dem Aufträge hinzu, und wir haben Ursache, ihnen zu danken für die Warnung, die sie uns zukommen lasten; wenn Ukwo sonst nicht der Ermahnung zur Unikehr Folge leisten will, so möge er doch wenigstens für jetzt das Land verlassen und sich in Sicherheit bringen. Er soll uns aber jedenfalls dann Nachricht geben, wo er sich befindet." Zofua machte sich auf den weg. Er kannte den Aufenthaltsort seines Bruders genau; denn er war mit seinen Aameraden schon oft an dem Siloahteich gewesen und hätte zugesehen, wie die Mischer daselbst ihre Netze ausbreiteten und die Beute nach Hause trugen. Auch Zaddua, der Fischer war ihm nicht unbekannt; er wußte, wo dessen Hütte stand. 3ofua nach einer halben Stunde Weges dort anlangte, fand er die Hütte ^Zadduas von Soldaten unrftellt; es schien, als ob man irgend eines gefährlichen Menschen habhaft werden wollte. Sein erster Gedanke war Ukwo, und er erschrak heftig. Er hielt aber an sich und verriet niemand seine Befürchtung, wie er nun aus den Reden

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