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Israelitischer Jugendfreund · 1898-01-01 · 13-14 (1898) · p. Seite 194

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
4 (1898)
Issue
13-14 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 194 (sequence 4)
Language
German
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Mariamne. Geschichtliche Erzählung aus den: letzten Jahrhundert vor der gewöhnlichen Zeitrechnung. Von Uloritz Scherbel. (Fortsetzung.) VIII. Lin trauriger E>abbath. Sabbath wars. Allein in der Mahnung T Hamas fehlte die Traulichkeit, den die Engel des Frieders sonst beim Beginn des Sabbaths in das Haus des Juden zu bringen pflegen. Tiübe borgen hatten ihre dunklen Fittige über die Familie gebreitet und ließen die Sabbathstimmuug nicht aufkommen. Thama war mit jofua aus detn Gotteshause heimgekehrt. U)ie innner so legte der Vater auch heute seine Hände auf das Haupt seines Züngften. „Gotte erfreue dich wie Ephraim und Menasche^, so lautete der Sabbathsegen. Dann aber war es, als ob das Auge des betrübten Ulannes seinen Erstgebornen, seinen Ukwo, suchte. Seit jenem verhängnisvollen Tage, wo er das Elternhaus verlassen hatte, war er nicht zurückgekehrt, hin und wieder trafen wohl Vachrichten von ihm ein, allein sie vermochten nicht die armen Eltern in ihrem Gram zu trösten. Auch Thama liebte sein Vaterland innig; auch er verstand und empfand die Unerträglichkeit der gegenwärtigen Zustände; allein als Freund des Friedens und als ruhig denkender und besonnener Bürger konnte er die abenteuerlichen j)läne Ukwos nicht gutheißen, die er für verderblich und unausführbar hielt. Von gleicher Gesinnung war auch seine Frau; sie litt unsäglich bei dein Gedanken, daß ihr Sohn der friedlichen Beschäftigung entsagt, und daß sein Leben bedroht sei. Zhre blassen und hohlen Mangen 'zeigten deutlich, wie sehr der Kummer an ihreni Herzen nagte. U)ie anders Zosua! hatte ihn auch die Entfernung des Bruders aus deni Hause in der ersten Zeit betrübt, — und dies um so mehr, als er ja die Veranlassung dazu war, indem er die Kapsel heimbrachte — so schwand doch das drückende Gefühl aus seinem Herzen, als er später erfuhr, mit welchen Plänen Ukwo umging, und welches Ziel er sich im Verein mit andereii Jünglingen gesteckt habe, „hasmonäerrächer" nannte sich die kleine Schar. Das klang unserem Zosua so groß, so heldenhaft, daß er einen Stolz darin setzte, seinen Bruder als Führer derselben nennen zu hören. Menn er erzählen hörte, wie Ukwo und seine Gefährten den Soldaten

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