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Israelitischer Jugendfreund · 1898-01-01 · 12 (1898) · p. Seite 179

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Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
4 (1898)
Issue
12 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 179 (sequence 5)
Language
German
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179 auch wir nicht nur die Freuden unserer Freunde teilen, sondern sie aufrichten, wenn sie 'unglücklich sind, ihnen bcistehen, wenn sie in Not und Gefahr sind. „Alle Zeit hat man sich einen Freund zuzugesellen, denn ein Bruder wird er in der Not," sagt König Salomo in den Sprüchen (17, 17). Da die wahre Freundschaft einen so hohen Wert hat, so ist es von großer Wichtigkeit, daß wir in der Wahl unserer Freunde vorsichtig sind. Wir dürfen nicht denjenigen für unfern Freund halten, der sich mit allen unfern Gedanken und Handlungen stets einverstanden erklärt imd uns nur irnmer lobt — das sind meistens falsche, gefährliche Freunde. Viel eher dürfen wir auf die Freundschaft derer rechnen, die uns unsere Fehler offen Vorhalten und so zu unserer Besserung beitragen. Und hat man einen wahren Freund gefmtden, so muß man bestrebt sein, sich seine Freundschaft zu erhalten und sich ihrer würdig zu zeigelt — sie ist ein seltenes, kostbares Gut. Doch laßt uns dessen eingedenk sein, daß Jonathans Seele mit der Seele Davids verknüpft war, d. h. daß der Geist Gottes sie vereinigt, daß ihre Freundschaft durch Frönunigkeit gestärkt war. Auf einer solchen Freundschaft ruht der Segen Gottes. Nehmt Euch darum an diesem Freundschaftsbündnis ein Beispiel. E. F. Wariamne. Geschichtliche Erzählung aus dem letzten Jahrhundert vor der gewöhnlichen Zeitrechnung. Von Moritz Lcherbel. (Fortsetzung.) VII. > der Festung Alexandreion. Zm armenischen Hochlande, dort wo sich heute das Kloster Etschmadgie befindet, erblickte man in der Zeit, aus welcher wir erzählen, die mit mehreren Türmen versehene Festung Alerandreion. Auf einem der gewaltigen Bergkolosse, der aus übereinander liegenden Terrassen sich gebildet, ruhend, war sie auf allen Leiten durch Hunderte Fuß tiefe Spaltungen der sie umschließenden Felsen abgeschachtet. Eine künstliche Brücke diente dem nach außen hin nötigen Verkehr. Die Burgruinen früherer Zeiten, als Griechen, Araber und Perser hier noch hausten, bildeten eine wehr gegen eindringende Feinde, und mancher Krieger hat hier schon sein Leben gelassen. hierher hatte herodes die Königin, seine Gattin, bringen lassen und ihre Überwachung dem Zturäer Loem übertragen mit dem Gebote, sie zu töten, wenn er (der König) von Rhodus nicht heimkehren sollte. Die un-

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