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Israelitischer Jugendfreund · 1898-01-01 · 9 (1898) · p. Seite 142

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
4 (1898)
Issue
9 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 142 (sequence 16)
Language
German
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Unb alljährlich, mcuu die Natur erwacht und zu neuem Frühlingsleben aufersteht, erzählen uns die Gmcrtage von dem wunderbaren Zusammenhang zwischen Pessach und Schabnoth, den: Feste der Befreiung und dem Feste der Gesetzgebung. B. Für Garten- und Blumenfreunde. Liebe Kinder! ihr erwartet doch gewiss eine Anleitung für Eure Thätigkeit in Eurem Gärtchen während des Monats Mai. Sobald uns dieser schönste der Monate warme Tage bringt, pflegt das Unkraut mit überraschender Schnelligkeit hervorzuspriessen. Man hat daher fast täglich zu säubern, auf Beeten sowohl, als auch in den "Wegen. Im Gemüsegarten lassen sich zu Ende des vorigen und zu Anfang dieses Monats noch verschiedene Gemüsearten und Kräuter säen, falls die eine oder die andere Aussaat (im März) nicht gut aufgegangen sein sollte. Von Radieschen macht man auf alle Fälle noch eine Aussaat, Um die Mitte des Monats werden Bohnen, Gurken und Kürbisse gelegt. Von den Erdbeeren schneidet man vorsichtig die entstehenden langen Ranken fort, und bei trockenem Wetter begiesst man sie reichlich. An den Stachelbeeren muss öfter nachgesehen werden, ob die gefährlichen Raupen sich zeigen, die durchaus verfolgt werden müssen. "Wenn Ihr die Laube in der von mir angegebenen Weise behandelt habt, werdet Ihr schon jetzt mit Vergnügen in ihr verweilen können. Natürlich dürft Ihr hier die Zeit nicht müssig zubringen. Ua möchte ich Euch einmal ein angenehmes, lehrreiches Stündchen bereiten. Seht, wohin Ihr jetzt Euren Blick richtet, überall gewahret Ihr Blüten. Im Garten und auf dem Felde, auf der Wiese und in der Au blühen viele tausend Pflanzen. Wisst Ihr aber auch, meine jungen Freunde, was eine Blüte ist? Habt Ihr eine solche schon genau, recht genau angesehen? Ich will Euch dabei helfen. Nehmt zwei Blüten von einem Apfelbaum, die eine behaltet in der Hand, die andere legt auf den Tisch. Was siehst Du an der Blüte in Deiner Hand? Vor allem 5 herzförmige rötlich-weisse Blumenblätter, fasse sie sorgsam mit den Fingern und ziehe sie aus ihrer Lage heraus. So, nun liegen sie in* einer Reihe auf dem Tische. Was siehst Du jetzt an der Blüte? Noch 5 kleine grüne Blätter, die so gestellt sind, als sollten sie die weissen Blätter der Blüte halten. Es sind die Kronenblätter, die alle um einen dicken Knoten herumstehen. Aus diesem Knoten ragt in der Mitte ein dicker fünfteiliger Stiel heraus, mit gelbroten Köpfchen, das ist der Stempel, und rings

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