Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 4 (1898)
- Issue
- 9 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 143 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/9620171-9622086-9622257--1049-9622274- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
143 um denselben stehen noch viele andere, aber feinere Stielehen mit gelben Köpfchen, das sind die Staubgefässe. Nimmt man mit einem feinen Federmesser diese Staubgefässe weg — das kannst Du tliun — so bleibt der dicke Stempel allein übrig, der auf einem kugelförmigen Knoten sitzt. Dieser Knoten ist auch schon der zukünftige Apfel. Ja, gewiss! Wie wird aber ein Apfel daraus? Ich will es Dir sagen. Die Staubfäden, die Du weggeschnitten hast, haben ein gelbes Köpfchen. Dieses besteht aus lauter feinen Staubteilchen, die Pollen genannt werden. Wenn nun die Sonne recht warm scheint, der Wind nur ein wenig weht, so zerfällt das gelbe Köpfchen in Staub, der umliergestreut wird. Wie leicht istes dann nicht möglich, dass so ein gelbes Stäubchen aaf den dicken Stempel fällt, der obere Stempel ist stets ein wenig feucht, so dass das Stäubchen liegen bleibt. Und siehe! Dieses winzig kleine Stäubchen ist wie ein- Samenkorn, es keimt und wächst auf dem Stempel, es wächst aber nicht heraus, sondern in den Stempel hinein, es bildet gleichsam eine lange Wurzel, die endlich durch den Stempel hindurch bis in den Knoten hinein wächst. Ist dies geschehen, so fallen Blumenblätter und Staubfäden von der Blüte ab, und der Knoten wird nach und nach immer grösser, es wird ein Apfel daraus. Wenn Du nun 24 Tage nach der Blüte so einen hirsekorngrossen Apfel durchschneidest, so findest Du schon ganz genau das fünfteilige Gehäuse des Kelches und in jedem Teile einen weissen Punkt, das ist der künftige Apfelkern. > Tante Ida. Handarbeit. Ein Pantoffel als Ilürstentasclic. (Arbeit für Mädchen.) Zu diesem überaus praktischen wie hübschen Geschenk rate ich meinen lieben Mädchen einen billigen Ilauspantoffel, aus Jutestofl, in jeder beliebigen grossen Schusterwarenhandlung zu kaufen. Eine leichte Arbeit ist es, das betreffende Jutemuster in starken japanischen Goldfäden nach Belieben auszunähen. Am besten eignet sich dazu das sogenannte waschbare Stickgold. Den Pantoffel futtert ihr am besten mit rotem Atlas und besetzt ihn mit dunkdlblauem oder grünem Plüsch. Eine hübsche Schleife und ein Anhänger vervollkommnen das Ganze. Wie hübsch könnt ihr nun Mütterchen oder eine Freundin damit überraschen! Tante Ida.