Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 4 (1898)
- Issue
- 9 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 138 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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138 Ionische üarattinim. Beide [in6 sie Zwar in aramäischer Sprache abgefcitzt; aber dos westaramäische, dos mit syrischen, griechischen imö hebräischen Wörtern durchsetzt ist nnö öas öie Volkssprache in Palästina war, nnterschciöet sich doch ron öcm Gstoromäischcn, das in Babylonien gesprochen wurde. Oie Targnmim nun sind ursprünglich palästinensisch (oder jerusalemisch) also westaramäisch, und meist garnicht ausgeschrieben; erst später gelangten sie nach Babvlomen, wurden hier ins Gstaramäische übersetzt und ausgeschrieben. wir kennen folgende Targnmim: 1. Tin jernsalemisches Targnm Zur ganZen Bibel, von dem aber nur noch Stücke ans dem Pentateuch erhalten sind, und ein babylonisches Targnm, das den Ramen Targnm (vnkoles führ!. Dnkoles war ursprünglich ein Heide, wurde aber ein frommer und gelehrter stude, der die 5 Bücher woses ins Griechische übersetzte (im I. stahrh. v. Lhr.). Biese Itbersetzling, die bei den gesetzestreiieii stnden in sehr hohem Ansehen stand, wurde daun im 2. und 5. stahrh. ins Gstaramäische übersetzt. Ls ist Zn allen Zeiten hochgeehrt worden und deshalb noch ganz vorhandeii. 2. Zn den Propheten gab es ebenfalls ein jernsalemisches Targnm, das aber nicht vorhanden .st, weil man die Targnmim in Palästina nicht gern anfschrieb, und ein babylonisches, das wir noch haben; es führt den Rameu Targnm stonathan, 5. Znm dritten Teil der Bibel, den Schriften (oder Hagiographen), gab es gleichfalls Zwei Targnmim: ein älteres jernsalemisches, von den nur noch das Buch Esther sich erhalten hat (Targnm scbem genannt), und das babylonische, das noch vorhanden ist. Ein eNorgenspaziergang. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen, und graue Dännnerung ruht noch, über der Erde. Im Iägerhäuschen; welches auf einer wiese am Rande des Waldes steht, regt sich noch nichts; doch halt! dort aus der Hundehütte krabbelt etwas hervor und dehnt sich in der frischen worgenluft. Es ist waldl, des Försters kleiner Jagdhund, welcher eben darangeht, auf eigene Hand einen kleinen Spaziergang zu machen. waldl ist ein hübsches Hündchen, hellbraun mit einem weißen Fleck auf der Stirn und einem weißen Borhemdchen auf der Brust. Schweif und Beine sind, wie sie bei einem echten Dachshund fein sollen: ersterer wird vollständig aufrecht getragen, und letztere sind krumm und nach auswärts gebogen. waldl schlüpft durch eine kücke des Bretterzaunes, welcher den Garten umgiebt, und steht nun in dein taufeuchten Grase der wiese, welches ihm, da es noch nicbt gemäht ist, weit über den Aopf reicht. wann kann daher die