Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 4 (1898)
- Issue
- 8 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 122 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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122 „So sagen diejenigen, die sich auf der Seite des Königs befinden, andere aber ineinen, daß dieser Tod kein zufälliger, sondern ein mit Absicht und Überlegung vorbereiteter gewesen ist." „Ich mag mit diesen Meinungen nichts zu thun haben, sie vergiften das Gefühl der Hochachtung für den König bei den: Volke. Ich warne Dich, Ukwo, mit den Worten des Königs Salomo: „Lasse Dich mit Aufwieglern nicht ein“. — Ukwo unterdrückte die Äußerung, die er noch auf der Zunge hatte. „U)as wirst Du also mit der Kapsel beginnen?" fragte der Aabbi. „Ich werde sie selbstverständlich an die Königin gelangen lassen." „Und auf welchem U)ege?" „Es giebt in unserer Stadleine Frau, Zipora, die Gatlin des Nachman Batyra» die ineine Verwandte ist. Sie hat die Königin erziehen helfen und ist heute noch oft bei ihr." '„Sie soll also die Kapsel der Königin übergeben?* „In Wahrheit möchte ich selber der Überbringer sein/ „Du würdest Dich dabei einer großen Gefahr aussetzen/ „ Es kann dabei nur das Leben kosten, und das bringe ich der unglücklichen Königin gern zum Opfer/ „Unglücklich — wer sagt das?* „Tausend Zeugen sprechen davon, der Idumäer (König herodes war idnm äischer Abstanmmng) ist unerschöpflich in den Dualen, mit denen er die Königin plagt/ „Doch aber — er soll sie innig lieben?* „ Das eben ist das Unnatürliche in ihm und vieles andere, das in ihm zu Tage tritt. Doch nun will ich den Aabbi nicht weiter stören, da ich den Zweck, der m\d) herführte, erreicht habe.* "Dann gehe mit Gott, Ukwo!* Dieser verließ hierauf das Haus Aabbi hillels. (Fortsetzung folgt.) Hoffinann von Fallersleben. Iü. s. in L. Am 2. April waren hundert Jahre verflossen seit der Geburt des Dichters hoffmann von Fallersleben. Ihr alle kennt den Dichter, singt und sagt seine Lieder oft und gern- Nehmt einmal euer Lesebuch ^zur Hand, und dann wollen wir seine Gedichte aufsuchen! Da finden wir zuerst das Gedicht: „Winters Abschied." Es fängt an: „Winter ade! Scheiden thut weh!" Aber beim Abschied, den der Winter ninnnt, weint der Dichter nicht, sondern es „lacht ihm sein herze!" Und hat