Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 24 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 381 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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381 dern die 5üu6e tötet." Die Weisen aber, tu voller Alterkennuttg der ihm von Gott verliehenen Alacht, riefen, ihrer Bewunderung Ausdruck verleihend, aus: Wehe dem Acenschen, dem eine Schlange begegnet, und weh der Schlange, der Ehanina beti Doffa begegneth. Einst erblickte er auf dent Blarkt einen wilden Löwen und sah, wie alle vor ihm die Flucht ergriffet!. Da rief er ihnt zu: „fliehe vott hier, machtloser König der Wüste, und laste dich tticht wieder int Lande Israel sehen." And kaunt hatte Ehanina diese Worte gesprochen, da war der Löwe entflohen. Die Frömmigkeit des Ehanina, gepaart tnit Zeelenadel und herzensgute, gewann ihm die Herzen seiner Zeitgenossen, die in Liebe und Verehrung an ihnt hingen und vott ihnt sagten: „Es fei bekannt, daß Gott die gattze IDelt nur wegett der Frömmigkeit des Ehanitta erhalle und ernähre, während Ehanitta selbst mH einem Alaß Iohattnisbrot von einem Freitag bis zunt andern auskonttne." Ehattina war ein biutarnter Duntit, und feine Frau pflegte an jedem Freitag den Backofen zu Heizen, dantit die Nachbarinnen glauben sollten, daß auch sie Kuchen zunt Eabbath backe. Eilte böse Nachbarin, die davott Kenntnis erhielt, begab sich an einent Freitag zur Frau des Ehanina, mit sie in Verlegenheit zu bringett und sie nterken zu laffett, daß sie ihr Geheitnnis kenne. Als die Frau des Ehanitta sie kontnten sah, floh sie in ein anderes Zimmer. IDie war aber die Nachbarin erstaunt, als sie int Ofen viele Kuchen gewahrte! Laut rief sie der Frau des Ehattina nach: „hole doch rasch die Kuchen aus dent Ofen, sie brennen sottst an." Die att A)under gewöhnte Frau des Ehattina kam hieraus aus ihrent Versteck uttd sagte lächelttd: „Ich ging eben in das attdere Zitttnter, um eine Schaufel zn holen?). Att einem Rüsttag des Zabbaths benterkte Ehattina, daß feine Tochter betrübt war: „Was ist Dir denn begegttet, mein Kind?" frug er sie teilnehnteitd. „Ach Vater," erwiderte die Tochter weineitd, „ich habe attstatt Ol, Essig in die ^abbathlampe gegossen." „Beruhige Dich nur, mein Kind" — tröstete sie der Vater — „Gott, der dem Ol Brettttkraft verliehet!, kann diese Kraft auch dent Essig verleihen," und wirklich, die Lantpe brannte die gattze Nacht und den darauf solgettdett Tag bis zu,n Ausgange des Zabbath, so daß ttoch die habdalah daran angezündet werdet! konttt?). Durch Not und Entbehrung außer Fassung gebracht, klagte einst seine Frau: „Ach, lieber Ehanina! Wie lange noch werdet! wir so leiden und uns so schrecklich quälen ntüssen?" „Aber liebes Weibchen," versetzte Ehattina, „was kann ich dagegetl Ihun, wenn der Allntächlige es so beftimmt hat." „So bete doch zu ihnt" — suhr die Frau fort, daß er uns hier vott dettt Lohn, der jenseits deiner harrt, etwas abgebe." Ehanitta konnte den Thränen seiner Frau nicht widerstehen und erfüllte st Berachotb 33a, tranchuma Maera,?t Taanith 24 0) ibid. 25a.