Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 24 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 380 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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380 b'pjip« H*1 Ctjanina ben Dossa. Don Albert Ratz. Zu den vielen berühmten und ausgezeichneten Gelehrten, die aus der Schule des Rabbi Iochanau ben Sakkai hervorgingen, zählt auch Lhanina ben Doffa, zu dem das damalige Israel wie zil einem heiligen verehrungsvoll emporblickte. , Ulan betrachtete ihn als einen Auserkorenen Gottes, weil der Glauben allgemein verbreitet war, daß sein Gebet stets von Gott erhört werde. Selbst der weise Iochanan ben Sakkai schrieb dein Gebete des Lhanina besondere Rrast und Wirkung zu und forderte ihn aus, für die Genesung seines erkrankten Rindes zu beten, die gleich nach dem Gebete des Lhanina auch eintrat'). Auch das spätere Oberhaupt der damaligen Iudenheit, Rabban Gainliel hielt es iiicht nnter seiner würde, als ein Rind plötzlich bei ihm erkrankte, zwei seiner Jünger zu Lhanina mit dein Auftrag zu schicken, fürdie Genesung seines Rindes bei Gott Fürbitte zu thun. — Lhanina willfahrte dem Wunsch des verehrten Auftraggebers, schloß sich in sein Rämmerlein ein und flehte zu Gott um Uutleid mit dem leidenden Rinde. Als er nach vollendetem Gebete zu den Abgesandten zurnckgekehrt war, sprach er zu ihnen: „Ihr könnt nun in Frieden ziehen, das Lieber hat beim Rinde bereits nachgelassen." Erstaunt fragen die Abgesandten: „Rabbi! Woher wißt Ihr dies?" „Das ist ganz einfach", — erwiderte er ihnen, „wenn das Gebet mit* geläufig ist, so weiß ich, daß Gott es erhört hat." Sie merkten sich genau Ulinute und Stunde und fanden, als sie zu Rabban Ganiliel zurückgekehrt waren, für die Aussagen des Lhanina volle Bestätigung'). Auch die Uaturelemente sowie wilde Liere beugten sich vor der wacht des Lhanina'fchen Gebetes. Als eiust, während er mit einem Sack Holz beladen auf freiem Leide sich befand, es plötzlich zu regnen anfing, rief er, die Augen gen Himmel gerichtet, aus: „Herr der Welt! Die ganze Welt fühlt sich zufrieden, nur Lhanina ist unglücklich", und sofort ließ der Regen nach. Zu Hause angelangt, betete er wieder: „Herr der Welt! Soll Lhanina, während die ganze Welt von Gram und Betrübnis erfüllt ist, der einzige Glückliche sein?" Und es begann wieder zu regnenh. Ulan zeigte einst Lhanina eine höhle, in der sich eine giftige Schlange aufhielt, den unter den vorüberziehenden Ulenschen viel Unheil anrichtete. Da stellte er sich betend an den Eingang der höhle. Bald schlich die Schlange an ihn heran; aber kaum hatte sie ihn berührt, so lag sie entseelt zu seinen Lüßen. Da lud er sich die Schlange auf die Schulter, trug sie in das Lehrhaus und sprach zu den dort versammelten weisen: „Uichtdie Schlange, son- 23crocbotb 34 23. 2) 23eroebctb 34 23. y) u.aamtli 24 23.