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Israelitischer Jugendfreund · 1897-01-01 · 24 (1897) · p. Seite 372

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Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
3 (1897)
Issue
24 (1897)
Date
1897-01-01
Page
Seite 372 (sequence 4)
Language
German
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372 6cr Niebermetzelnng 6er 1000 Personen erfuhr, trauerte er sehr; dann aber überzeugte er seine Leute, bah sie in Zukunft auch am Sabbat kämpfen müßten; denn wenn sie 6as nicht wollten, 6auu würben 6ie Feinde sie immer nur am Sabbat angreifen, un6 6ann würben balb alle getötet sein. Sie beschlossen also: „U)etm jeutaub am Sabbat-Tage trüber uns kommt, um uns anZngreifen, so wollen wir gegen ihn kämpfen, bamit wir nicht alle umkommen, wie unsere Brüder in ben Höhlen ningekontmen sind." Allmählich sannnelte sich um Alattathias eine große llllacht, so baß sie bie Altäre im Lande nieberreißen nnb biejenigen, bie baranf geopfert hatten, töten lassen konnten. Die Frohnvögte würben verjagt nnb bie Xlinber wiebernm nach bem jübischen Gesetze erzogen. Aber noch ehe ein Jafyr vergangen war, würbe er krank nnb merkte, baß er sterben werbe. Da berief er seine Söhne nnb ermahnte sie, treu Zn bleiben bem Gesetze Gottes nnb, wenn es nötig wäre, ihr Leben bafür hin- Zngeben. Dann forberte er sie ans, ihrem Bruber Simon wie einem Vater Zn gehorchen; Ju6a aber sollte ihr Anführer in bem Befreiungskämpfe sein. Hierauf gab er ihnen seinen letzten Segen nnb starb <166 v. Ghr.). jitba trat mtnmehr an bie Stelle seines Vaters, kämpfte mit seinen begeisterten Scharen siegreich gegen alle Feldherren bes Königs, nnb nach Zwei V^abrcii (164) war bas ganze Lanb von ben Feinden frei. Rachbem auch der Gpferaltar neu errichtet war, würbe er feierlich eingeweiht, nnb ein yeubeufest acht Tage lang gefeiert. Seither feiern auch wir alljährlich am 25. Kislew unser achttägiges Weihennb Lichterfest (Ghannkkah). Dr. 3. Kuttner. Die Frau Professor. Eine Ehanukahgeschichte von Aegina Deister. Endlich sitzt sie allein; in ernsten Gebanken versunken läßt sie biese kurzen, inhaltsreichen Dachmittagsstunben an sich vorüberziehen. Sie weiß, sie hat mit bem fremben Ambe eine große Verantwortung, eine schwere Pflicht übernommen. Sie will es lieben unb schützen, es bilden an Geist und Gemüt, ihm wohlthun, edle Samenkörner in bas junge Herz pflanzen, bie mit Gottes Hilfe zu schönster Blüte unb köstlichster Frucht reisen sollen, es überhaupt zu einem nützlichen Gliebe ber inenschlichen Gesellschaft erziehen; aber es soll seinem eigentlichen Areise nicht entzogen werben, es soll seinen Geschwistern gegenüber sich nicht überheben bürfen, sich nicht mehr bünken als biese! was wirb ihr guter wann sagen? wirb er ben von einer aufwallenben Herzensneigung eingegebenen Entschluß, ben sie in rascher Chat ausführte, billigen? - Gewiß, wariechen wirb auch balb seine Zuneigung gewinnen.

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