Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 24 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 371 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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371 Scfytueiiiß auf denselben Zn opfern, jerner verbot er, die Kinder in der jüdischen Religion Zn erziehen und setzte Todesstrafe für die Ungehorsamen. Frohnvögte waren eigens dazu bestellt, das Volk Zur Befolgung dieser Befehle Zn Zwingen, viele von den stuöen kamen teils freiwillig, teils aus Furcht den Befehlen des Königs nach. Andere aber blieben ihren Religionsgefetzen treu, und deshalb mutzten täglich einige derselben unter Martern und Gnalen sterben. Zand sich eine heil'ge Schrift oder eine Gesetzrolle vor, so ward sie vernichtet, und jeder, bei dem ein solches Buch gefunden ward, mutzte auf elende weise sterben. stn dieser traurigen Zeit also wurde Mattathias der Retter seines Volkes und seiner Religion. Mattathias (Mattisjahn) war ein Priester (nicht Ho Herpriester) Zn Jerusalem, ans dem Geschlechte. der Hasmonäer/) und war nach Mode'ün, einem Städtchen an öer Stratze von sternsalem nach^joppe, übergesiedelt, weil er das Glend, das über Jerusalem hereingebrochen war, nicht länger onsehen ntochte. „wehe mir," rief er ans, „öatz ich geboren wurde, um das verderben nleines Volkes Zn sehen und das verderben der heiligen Stadt, und in ihr Zn weilen, während sie der Gewalt der Zeinöe übergeben ist. und das Heiligtum der Gewalt der Zremöen! Siehe, unser Heiligtum, unsere Schönheit, unsere Herrlichkeit, ist verwüstet, durch die Heiden entweiht, was soll nun noch das Leben?" Also klagte und trauerte er, und mit ihm seine fünf Helöensöhne: Johannes, Simon, stuöa (der Makkabäer, Gleasar und Jonathan. Aber die Zrohnvögte des Königs kamen auch nach Moöeim. Sie traten Zn Mattathias und boten ihm nicht nur die Gunst des Königs, sondern auch kostbare Geschenke, wenn er mit gutem Beispiele vorangehen und den Befehlen des Königs gehorchen wollte. Gr aber erwiderte: „wenn schon alle Völker im Reiche des Königs ihm gehorchen, so werden doch ich und meine Söhne und ineine Brüder im Bunde unserer Väter wandeln. Vas sei ferne von uns, öatz wir das Gesetz verlassen sollten." wie er so redete, trat ein jüdischer Mann hinzu, um vor den Augen aller auf dem Götzenaltar Zn opfern. Als Mattathias solches sah, ergriff ihn heiliger Zorn; er lief hin und tötete nicht nur den Mann, sondern auch, den Beamten des Königs und ritz den Altar nieder. Vann rief er laut durch die Stadt: „wer für das Gesetz Gotvs eifert und den Bund der Väter hält, der folge mir!" Va folgten ihm viele, und sie alle flohen in die wüste, und viele bargen sich in Höhlen. Aber die syrische Kriegsmacht ans der Burg folgte ihnen, griff sie an einem Sabbat an und tötete sie alle, an 1000 Personen, vie von den heidnischen Söldnern nicht entdeckt wurden, sammelten sich alle um Mattathias und wählten ihn Zn ihrem Anführer. Als er von *) Dieser Harne rührt von dem Urgroßvater des Mattathias her, der Hasmonai hieß, vielleicht aber ist chaschmaunoim nur eine auszeichende Benennung: die wohlhabenden, die fürstlichen; s. Pf. 68,32.