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Israelitischer Jugendfreund · 1897-01-01 · 19 (1897) · p. Seite 290

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Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
3 (1897)
Issue
19 (1897)
Date
1897-01-01
Page
Seite 290 (sequence 2)
Language
German
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290 Ilm diese Zeit schließt also die Gesamternte des Wahres ab. . Uber die Heier des Sukkos heißt es im 5. B. Ttf. 23, 39: „Am 15. Tag des 7. Alouats, wenn ihr den Ertrag des Landes einsammelt, sollt ihr das jest des Ewigen feiern sieben Tage; am I. Tage ist hohe Feier, und am 8. Tage ist hohe Feier. Und nehmet euch am!. Tage: Frucht vom schönen Baume, Palm- Zweige und Zweige vom dichtbelaubten Baume und Bachweiöeu, und freut euch vor dem Ewigeu, eurem Gotte, sieben Tage." Die vier Zeucht- und Pflauzenarteu (Arba minim): die Frucht des Eitroneu- oder Orangenbaumes sLsi-o») nebst drei verschiedenen BaumZweigen: einem Palmeuzweig (Uula^v), duftigen AI^rteuZweigeu chaäassim) und Bachweiden (Arowaus) werden Zu einem Feststrauß vereinigt, der knrZweg Lulaw genannt wird. Aber diese drei Feste erinnern andrerseits auch an die Geschichte Israels, und Zwar an das wichtigste Ereignis derselben, an die Befreiung aus der Knechtschaft: Petzach au den Auszug aus Ägypten, Schowuos au die Offenbarung am Sinai, Sukkos an die Wüsteuwauöerung unter Gottes Schutze. Sukkos aber heißt „Hütten." Und warum dieser Raine? Darauf antwortet das 3. B. AI. 23,42: „sin Hütten sollt ihr wohnen 7 Tage, jeder Eingeborene in stsrael.soll in Hütten wohnen, damit eure künftigen Geschlechter wissen, daß ich in Hütten wohnen ließ die Kinder stsrael, als ich sie aus dem Laude Ägypten führte, stch bin der Ewige, euer Gott!" vergleiche hierzu auch 5. B. AI. 2,7: Dem' der Ewige, dein Gott, hat für dich gesorgt auf deinem Zuge druch diese große wüste; diese 40 stahre ist der Ewige, dein Gott, mit dir gewesen, es hat dir an nichts gemangelt." Und weiter heißt es 6,4: „Deine Kleider veralteten nicht an dir, und dein Fuß ist nicht angeschwollen wahrend dieser 40 stahre." Und Vers 13: „Der dich geleitet hat durch die große und furchtbare wüste, wo Schlangen und Skorpionen sind, wo Dürre und niemals Wasser ist; der dir Wasser hervorbrachte aus dem Kieselfelsen, der mit dem Alauua, das deine Väter nicht kannten, dich gespeist hat in der wüste, um dich leiden zu lassen und dich Zu ver-- suchen und dir am Ende wohlzuthuu." Alit dem Danke für den Erntesegen sollte sich also auch der Dank für den Schutz und die Erhaltung Israels während des wüsteuZuges verbinden. Und das ist noch heute unsere Pflicht, wie die stsraeliten die große und furchtbare wüste durchwandert haben, so haben unsere Väter später furchtbare Jahrhunderte durchlebt, in denen sie viel Ungemach erduldet haben, aber auch da schützte sie Gott und rettete sie vom Untergänge. Und darum beten wir heute, wie täglich: „Ufraiis olenu sukkas schelomeclio, breite über uns, o Gott, die Hütte deines Friedens! Ulit dem 6. Tage, dem Schlutzfeste (Azeres) ist das Sukkosfest beendet. Es schließt sich d^rau noch ein 2. Schlußfest, Simchas thora, Gesetzesfreude, an dem die Thora zu Ende gelesen und gleich wieder begonnen wird.

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