Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 18 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 285 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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285 nung m-, und fclfcr i ttraiifa ließen fii md beiir lnÜitz uni Der Schein trügt. Dv’ik’ii alle pü'kiii >llel lote.? l'eslalli cu Colon. Cotou c idet; biefe :e gelhan. bestallen. n, darur"? 's ratenden, lbeii inf>!j ■ und rufoij jntröjtai ■; an troff ii €ct)rcm| ■; on jtro. * hdem dif! i her, ii osl bleibtinbet icm Ceib nd 3«*; lösten ba? der büraertf. die erste' >r®enbet ilung j -fiech! Wein In den Sebreckenstngen der französischen Revolution lebte in einem Dorfe nicht weit von Lyon ein ehrlicher Pächter, Namens Lukas. Er war arbeitsam, dienstfertig, ohne viele "Worte zu machen, und sein Leibspruch hiess: Recht thun und niemand scheuen. Unter den Tausenden, welche damals auf die Guillotine geschleppt wurden, befand sich auch der Gutsherr des alten Lukas. Er hinterliess zwei Kinder, einen Knaben und ein Mädchen von sechs und acht Jahren, um welche sich kein Mensch bekümmerte, denn die Furcht machte die edelsten Herzen zaghaft. Das Vermögen de» Unglücklichen wurde von der Nation eingezogen, und Lukas kaufte das Gut, zum Erstaunen aller seiner Nachbarn, die eine solche Handlung um so weniger erwartet hatten, da er von jeher in dem Rufe eines frommen, redlichen Mannes gestanden, und überdies ohne Kinder war. Dieser Vorfall gab dem Rufe des guten Pächters einen gewaltigen Stoss. Man steckte darüber die Köpfe zusammen, nahm die Mütze nicht mehr ab, und wenn er bisweilen abends in die Schenke kam, vermied jeder, neben ihm zu sitzen. Aber am unzufriedensten mit ihm war Martha, seine Frau. Bei jeder Gelegenheit warf sie ihm vor, dass ungerechtes Gut an seinen Händen klebe, und der Segen Gottes gewiss von ihrem Hause weichen werde. Lukas sass bei solchen Vorwürfen gewöhnlich stumm in seinem mit Leder gepolsterten Lehnstuhl, und schüttelte nur manchmal den Kopf oder bliess den Ranch stärker aus seiner Pfeife, wenn die gute Frau in ihrem Eifer kein Ende finden wollte. Eines Abends fing sie ihre gewöhnliche Predigt an. „Du bist ein braves "Weib,“ unterbrach sie Lukas, „hältst dein Hauswesen in Ordnung, giebst gern Almosen, betest und arbeitest zur rechten Zeit, aber eins scheinst du doch nicht zu wissen." „Und wa>?“ fragte Martha.; „Dass man nicht nach dem Schein richten soll. Doch der Abend ■ st schön, warum wollen wir ihn mit bösen "Worten verderben. Lass uns . anter die Bäume im Hofe gehen, und der scheidenden Sonne nachblicken. A\ir könnens jetzt freudiger, seit die Blutmenschen in Paris ihren Lohn