Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 18 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 282 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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282 Anleitung zur Hyacinthenzüchtung. Nehmt im Oktober die trocknen Knollen, Tragt sie in eueren Keller hinein, Wo sie in Wasser gestellt werden sollen, Erst kann man da auch noch Salz hineinstreu’n. Werdet dann seh’n, dass in wen’gen Tagen, Wenn ihr betrachtet das längliche Glas, Schneeweisse Wurzeln ins Wasser schon ragen, Trinken begierig das köstliche Nass. Und dann, nach wenigen weiteren Wochen, Ist auch ein zartgrünes Heimchen schon da, Still aus dem Innren heraus ist’s gekrochen, Weiss es wohl selber nicht, wie dies geschah. Tragt nun ins Zimmer das keimende Blütchen, Lasst es recht kühl dort und luftig auch sein, Deckt auch noch drüber paqierene Dütchen; Wöchentlich müsst ihr das Wasser erneu’n. Ist nun ein weiterer Monat vergangen, Wird unterm Hütchen der Raum schon zu knapp Hat schon die Dolde zu blüh’n angefangen — Dann nehmt die deckende Hülle schnell ab. Und jetzt bemerkt ihr von Stunde zu Stunde: Hier wird ein göttliches Wunder vollbracht; Wasser und Sonne entwickeln im Bunde Der Hyaeinthe vollendete Pracht. Aus jeder einzelnen, buntfarb’gen Blüte Strömet empor ein berauschender Duft, Preist so des Schöpfers allmächtige Güte, Füllet mit seinem Gebete die Luft. — Falten wir Eltern auch unsere Hände, Stimmen ins Lobgebet andächtig ein, Bitten, dass Gott unsren Kindern auch spende Fröhliches Wachstum und gutes Gedeih’n! Bettina Gutfeld.