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Israelitischer Jugendfreund · 1897-01-01 · 18 (1897) · p. Seite 275

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
3 (1897)
Issue
18 (1897)
Date
1897-01-01
Page
Seite 275 (sequence 3)
Language
German
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stch will euch einige Gründe Mitteilen, die uns das Gebetbuch für das Schofarblasen weiter angiebt. Sowie es Sitte ist, bei einer Königskrönung in die Posaunen Zu stotzen, so lassen wir am Neujahrsfest Zur Erinnerung an die Schöpfung und die weltregiernng Gottes, des Königs der ganzen Welt, das Schofar ertönen. 2. Das Schofarblafen soll uns an die Gesetzgebung am Sinai erinnern; denn wir lesen, daß bei jenem großen Ereignis der Eon der Posaunen mächtig erscholl, wenn wir also das Schofar hören, so möge es uns an die Worte erinnern, die die versammelte Alenge Israels am Lutze des Berges sprach: „Alles, was der Ewige gesagt hat, wollen wir thnn." {2. 3.21t. 19,8.) 3. Da der Reujahrstag der erste der Zehn Bußtage ist, so soll der mächtige Bus der Posaunen gleichsam alle erweäen, ihre Sünden Zn bereuen und Zn Gott ZnrückZnkehren. sthr schriller Eon ist das irdische Symbol der Aufforderung Zur Buße, die an uns ergeht. So höret denn mit ehrfurchtvoller Aufmerksamkeit ans den Eon des Schofar und seid bestrebt, die IO Bußtage so ZnZnbringen, datz die erhabene Feier des Uersöhnungstages euch jedes stahr Zn einein edleren und heiligeren L'eben leiten möge. - (Nach „Mechajil el chajil, von Kraft zu Kraft" Frankfurt a. Kt., I. Kaufmann). 3rt des Königs Nock. Erzählung von I. Herzberg. Berfaffer der preisgekrönten Erzählung „David und Jonathan." (Nachdruck verboten). (Fortsetzung) (Alle Rechte Vorbehalten.) . Goldstein und Hochfeld hatten gegenüber Platz genommen, und Goldstein begann mit der Ruhe, die dem Alter eigen und der Erzählung einer wichtigen Begebenheit angemessen ist: „Es sind achtzehn Jahre her, da wohnten wir in dem benachbarten S., das umnittelbar an der Ems liegt. Es war zur Frühlingszeit, und der Fluß war weit über seine User getreten, so daß er die um die Stadt sich herumziehenden Dämme zu überschreiten drohte. Unsere Besorgnis wegen der drohenden wasfersgefahr wurde mit jeder Uttnute größer; denn das Wasser durfte nur noch einige Eentimeter steigen, und es mußte in mächtigen Fluten in die Stadt dringen und unsägliches Unheil anrichten. Schon hatte es mehrere außerhalb des Dannnes gelegene Gebäude zerstört. Da war in einer Nacht das Befürchtete eingetreten. Durch weiteres Steigen hatte das Wasser sich einen weg über den Damm gebahilt. In Strömen stoß es in die Nächstliegenden Straßen, Ueller ulld wohnräume füllend. Biele Häuser mußten

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