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Israelitischer Jugendfreund · 1897-01-01 · 17 (1897) · p. Seite 264

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
3 (1897)
Issue
17 (1897)
Date
1897-01-01
Page
Seite 264 (sequence 8)
Language
German
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264 Unfall ihren Vater traf, so freundlich! VOk war sie so gütig und teilnahmsvoll gegen ihn gewesen von der ersten Stunde an, da er sie gesehen! Sie * trat ihm entgegen wie eine Schwester, ach nein! viel gütiger und teilnahms- 1 voller noch, als es eine Schwester je vermag! Und ihre lieben Worte trafen sein Herz und sprengten den ganzer, den die Bitterkeiten des Lebens um seine Seele gelegt. Seitdeni hörte er alles Schöne in den Tönen ihrer Stimme. Ts hatte nur eines jähen Ulomentes bedurft, um seine Seele an die ihrige zu fesseln. 3a, eine innere Stimme sagte ihm, daß, obwohl er Alma bisher! fremd gegenübergestanden, geheimnisvolle Beziehungen zwischen ihnen walten müssen, die zu offenbaren ihm bisher nicht möglich war. IX. Kapitel, per IHirtcj. Als Hochfeld eine Stunde später sich zu Tische begab, fand er im Familleiizimmer nur Almas Tltern vor. Bach der Begrüßung begann Herr Goldstein: „wahrlich, ein schwerer Schmerzensfalh der unsere Gemeinde in tiefe Trauer versetzt hat!" Trschreckt über diese Worte fragte hochseld: , „Ulein Gott, was hat sich zugetragen?" . \ „Vor etwa zwei Stunden ist der Lehrer Kronheim plötzlich verstorben." „Aber er war doch noch gestern bei vollem Wohlsein!" „Tin Schlaganfall hat seinem Leben und somit seinem segensreichen wirken ein jähes Tnde bereitet. Ich konune soeben aus dem Trauerhause. Der Vorsteher Rosenhein ist nun in nicht geringer Verlegenheit, da bei vorkommenden Trauerfällen der Verstorbene sämtliche Anordnungen zu treffen pflegte. Ich machte ihm daher den Vorschlag, Sie um Ihre Unterstützung zu ersuchen, und ich versprach ihm, dies in seinem Namen zu thun. Sie sind doch hoffentlich bereit, diesem Trsuchen nachzukommen?" „Sehr gern. Doch ich bin, wie Sie wissen, zu meinem Bedauern nicht Herr meiner Zeit." „Herr Rosenhein will mit Ihrem Hauptmann Rücksprache nehmen, damit Sie während der erforderlichen Zeit beurlaubt werden." „Das ist mir lieb, und ich werde noch heute zu Herrn Rosenhein gehen." Jetzt trat Alma ein, und nun wurde das Ulittagesten eingenommen. Im Laufe der Unterhaltung begann Alma: „Denke Dir, lieber Aapa, ich hatte anr heutigen Ulorgen ein kleines Unglück, das hoffentlich keine schlechte Vorbedeutung haben wird. An meinem Ringe hat sich der Diamant aus seiner Fassung losgelöst. Du hast wohl die; Güte, den Schaden gelegentlich beim Goldarbeiter reparieren zu lasten." ■;! „Sehr gern, liebes Kind," entgegnete der Vater, aus der Hand seiner jf] Tochter den Ring entgegennehmend. Hochfeld hatte bis jetzt mit Gleichj!r| gültigkeit zugehört, da ein Ring kein selten vorkommender Gegenstand ist. und

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