Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 17 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 260 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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260 Gott hatte 6011 Abraham auserseh^ wie es im I. B. 21t. 18,19 wörtlich heißt, „daß er seinen kinöeru und seinem Hause befehle, daß sie meinen weg beobachten, und Frömmigkeit und Recht üben, und damit ich ihm erfülle, was ich ihm verheißen habe." Die Erfüllung der göttlichen Verheißung hing also vom dem rechten Gottesglaubeu ab, und dieser würde getrübt worden sein, wenn Wak eine Frau von den heidnischen Kanaanitern genommen hätte. Vas durfte also nicht sein. So rief denn Abraham seinen greisen Diener und Hausverwalter Clieser und lieh ihn schwören, daß er nach Haran Zu Abrahams verwandteu gehen wolle, um von dort eine Frau für Ofaaf zu holen. Zwar Zweifelte Clieser daran, daß ein Mädchen ihm so weit werde folgern allein Abraham vertrante fest auf Gott, der es schon glücklich fügen werde. And dieses Gottvertrauen bewährte sich glänZenö. Denn Gott stand dem frommen und treuen Knechte wunderbar bei, daß er in das Haus Bethuels kam, der ein Sofft von Abrahams Bruder war. Bethuel und sein Hans erkannten in dem Anträge Lliesers den willen Gottes, den sie gern erfüllten, und so folgte Rebekka dem Clieser nach Kanaan und wurde Isaaks Weib. Hause Abrahams war noch immer Trauer um Sara gewesen; mit der amnntigen Rebekka kehrte der Sonnenschein wieder ins Haus; Jfaaf liebte seine Frau und tröstete sich nun über den Tod seiner Mutter. So war denn auch die letzte Sorge von Abraham genommen und damit seine Lebensaufgabe erfüllt. Hochbetagt und lebenssatt starb er in einem Alter von 175 fahren und wurde von seinen Söhnen Jaak und ^smael in der Höhle Machpela neben Sara begraben. Abraham bleibt für alle Zeiten das Vorbild eines starken Glaubenshelden, der alle Prüfungen besteht. Aus diesem starken Gottesglauben stammt seine Menschenliebe, und ans dieser Menschenliebe entspringt seine Uneigennützigkeit, seine Gerechtigkeit, seine Friedfertigkeit. In des Königs Rock. Erzählung von I. Herzberg. Verfasser der preisgekrönten Erzählung „David und Jonathan." (Nachdruck verboten). (Fortsetzung) (Alle Rechte Vorbehalten.) VIII. Kapitel. Die Jreirnöin. Die beiden ersten Festtage gingen in Frohsinn und Heiterkeit dahin. Immer häufiger und deutlicher wurden die Beweise der Freundschaft und Zuneigung, die die gastfreundlichen Leute Hochfeld entgegenbrachten, zu immer angenehmerem Bewußtsein kamen ihm die Vorzüge eines echten jüdischen Familienlebens.