Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 17 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 259 (sequence 3)
- Language
- German
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259 seine spöttischen Witze machte, bestand Sara darauf, Laß er samt seiner Alutter ans dem Hanse gewiesen wurde. Rur mit schwerem Herzen entschloß der menschenfreundliche Abraham sich dazu; aber Gott beruhigte ihn mit der Versicherung, daß er auch den sismael segnen wolle. viele siahre hatte er auf die Geburt Isaaks gewartet, sein Glaube war oft und lange auf die Probe gestellt worden; aber die härteste Probe stand ihm Hoch'bevor. Als sisaak herangewachsen war, erging der Befehl Gottes an Abraham, ihm diesen Sohn aus dem Berge Aloriah Zu opfern, wo blieb die göttliche Verheißung, daß sjsaak der Stammvater eines großen Volkes sein werde, 'wenn er jetzt als Gpfer geschlachtet und verbrannt wurde? Aber Abraham grübelte nicht nach, sondern gehorchte ebenso bereitwillig, wie damals, als er auf göttlichen Befehl Heimat und Familie verließ. And so machte er sich denn am frühen Alorgen auf den weg nach dem Berge Moriah; seine Absicht verriet er niemandem. Cr, den schon der Gedanke an fremde Rot beunruhigte, er sollte hier den eigenen Sohn toten! Gs schnürte ihm das HerZ ein, und stumm ging er neben seinem Sohne her, der das HolZ zum Brandopfer trug; und als dieser sagte: „Aleiu Vater, siehe, hier ist das Feuer und das Holz, wo ist aber das Lamm zum Brandopfer?" da sagte Abraham mit blutendem Herzen: „Gott wird sich das Lamm zum Brandopfer ersehen, mein Sohn." wozu sollte er dem Sohne schon vorher den Schmerz bereiten? Als aber dieser gebunden auf dem Holzstoß lag und Abraham schon die Hand ausstreckte, um ihn zu toten, also bewiesen batte, daß er wirklich bereit war, sein Liebstes, sein teuerstes Gott hinzugeben, da rief ihm ein Gugel Gottes zu: „Abraham, lege deine Hand nicht an den Knaben und thue ihm nichts! Venn nun weiß ich, daß du gottesfürchtig bist, da du selbst deinen einzigen Sohn nicht verweigert hast." Alan kann sich denken, mit welcher Freude Adrahain diesen Ruf vernahm! Auf dem Aloriah erhob sich später der Tempel, Mid maiiches Gieropfer blutete dort; aber keines kommt 6cm gleich, welches Abraham bringen wollte. Voch diesen willen nahm Gott für die That. So hatte Abrahani auch diese Prüfung bestaiiöen und ward aufs neue gesegnet. Run schien seinem Glücke nichts mehr zu fehlen. Aber ein ungetrübtes Glück giebt es auf Grden nicht. Rach einer Reihe von fahren starb Sara, 127 sjahre alt, zu Hebron, un6 Abraham weinte und klagte uni sie. Dann begrub er sie in der Höhle Rlachpela, bei Hebron, die er von den Hethitern kaufte und zum Erbbegräbnis für seine Fainilie bestiinmte. venii er glaubte fest an die Verheißung Gottes, daß er seinen Rachkommen das Land Kanaan zum Besitze geben werde. Aber auch er war alt und sah sein Leben zu Ende gehen, wenn er auf dieses Leben? Zurückblickte, so konnte er wohl mit ihm Zufrieden sein: es war ein gottge.älliges und gottgesegnetes. Und doch hatte er noch eine Sorge: für seinen Sohn Jfaaf die rechte Frau zu finden.