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Israelitischer Jugendfreund · 1897-01-01 · 17 (1897) · p. Seite 258

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
3 (1897)
Issue
17 (1897)
Date
1897-01-01
Page
Seite 258 (sequence 2)
Language
German
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258 kannte (vpferbündnis „Zwischen Len Stucken" (1. B. Alos. 15)1)* Freilich erfuhr Abraham hierbei auch mit Schrecken, Latz seine Nachkommen vorher noch viel zu leiben haben würben. Um diese Zeit gebar Hagar, eine Rebenfrau Abrahams, ihm einen Sohn, öen Jsmael, unö Abraham mochte glauben, daß bieser der verheißene Sohn sei; allein Gott versicherte ihm, batz auch Sara ihm einen Sohn gebären sollte; eine Verheißung, öie Abraham unö besonöers Sara mit Zweifelndem Lächeln aufnahmeu. U)ar sie doch 9O, und er gar 100 Jahre alt! Abraham wollte deshalb schon zufrieden sein, wenn Gott nur den Jsmael am Leben erhielte. Allein „für Gott ist nichts unmöglich," wie es iin 1. B. AI. 1S, 15 heißt. An einem heißen Gage sitzt Abraham vor seinem Zelte im Haine Mamre (bei Hebron). Da erblickt er plötzlich drei Männer vor sich. Gastfreundlich erhebt er sich sogleich, eilt ihnen entgegen und bittet ne bei ihm einZutreten und sich von ihm bewirten zu lassen. Diese Ginladung wird angenonnnen, und die Fremden (cs war Gott mit Zwei Engeln) auf das aufmerksamste bedient. Sie erkundigen sich während des Essens nach Sara, die im Zelte geblieben war, und verkündigen dann als ganz bestimmt, daß diese in einem Jahre einen Sohn haben werde. Sara stand, hinter der Ehür, hörte das und lachte, denn sie. hielt das in ihrem Alter für unmöglich. Nachdem Gott die Verheißung wiederholt hatte, zogen die drei Männer weiter gen Sodom, nnd Abraham begleitete sie ein Stück, Unterwegs offenbarte ihn; Gott, daß b:s Sündenmaß von Sodom und Gemorrha voll und deshalb der Untergang dieser Städte nahe sei. Abrahams liebevolles Herz erbebte. So sollen auch die Unschuldigen, die doch gewiß unter den Gottlosen sind, umkommen? ü)o bliebe denn da die göttliche Gerechtigkeit? „Sollte der Richter der ganzen Erde nicht Gerechtigkeit üben?" ruft er aus. Und auf sein wiederholtes Ritten erhält er öie Zusage, daß Gott Guade üben will, wenn er auch nur 10 Rechtschaffene finden sollte. Diese jedoch fanden sich nicht, das Strafgericht Gottes brach über diese Städte herein, und nur Lot unö seine seine Familie wurde gerettet. Aber Abrahams Fürbitte für die Sünder ist doch ein ffchönes Zeichen für seine uneigennützige Menschenliebe unö Gerechtigkeit. Abraham zog nunmehr nach Süden unö wohnte lange Zeit bei öen Philistern als Freund und Runöesgenoffe ihres Königs Abimelech. Hier wurde ihm auch zur verkündeten Zeit endlich der heiß ersehnte Sohn geboren, dem die hocherfreuten Eltern öen Rainen Jizchak (Isaak) gaben. Als aber Jsmael, der dainals 15 Jahre alt sein mochte, über den kleinen Stainmhalter i) Die Gpsertiere wurden geschlachtet und zerstückt, diese Stücke einander gegenüber gelegt, und dann gingen die den Bund Schließenden durch die Stücke durch. Diese ursprünglich chaldäische Sitte war weit verbreitet.

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