Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 15 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 237 (sequence 13)
- Language
- German
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237 UNK k Ibfi m Die in icht, und vorsit! ließ Bar;en, und sni jeder IN lOjjtt it in der ritte in Hühner ebermule rt, fielen zen, und Truppen en hatte, fien fiä nz allzt Truppen ßen der nhresfifij fiänzeiide rhen sied ch Jeru^ e llnatv Regent gskampi ems." alt nun. Gegner, ui, daj (fr beimpf Vallei lagenH glich s«. achte an e grh!« Viel! i mittel1 ländischen Meere entfernt und gehörte damals zu den volkreichsten Städten des Landes. Um uns einen Begriff von der ungeheuren Einwohnerzahl Bethars zu geben, erzählen unsere Alten, es haben dort HOO Iugendschulen bestanden, deren jede viele hundert Schüler zählte. während dieser Vorbereitungen waren 2 Jahre verflossen (s52—\540, und Kaiser Hadrian hatte es nicht vermocht, die Juden wieder unter seine Herrschaft zu bringen. So viele neue Truppen er auch dahin sandte, und so tüchtige Feldherrn er ihnen auch beigab, sie mußten vor Bar Kochba zurückweichen. Da berief Hadrian seinen bewährtesten Feldherrn Julius Severus aus Brittanien und schickte ihn nach Palästina. Dieser erkannte sogleich, welches Verfahren er hier einhalten nrüffe. fr vermied sorgfältig eine entscheidende Schlacht, die bei der großen Anzahl der jüdischen Krieger und bei dem hohen Mute derselben, überdies noch begünstigt durch vorteilhafte Stelluug and genaue Ortskenntnis, nur zu Gunsten Bar Kochba's ausfallen konnte, wie sein Vorgänger Vespasian suchte er den Krieg in die Länge zu ziehen und seine Gegner durch kleine Verluste zu schwächen. Insbesondere rechnete er auf den Ulangel an Lebensmitteln, der bei der vernachlässigten Bearbeitung des Bodens für die Bewohner Aalästina's bald eintreten mußte, reverus hatte sich nicht verrechnet. Mit seiner Ankunft schien von Bar llochba, denr Sternensohne, der Stern des Glückes gewichen zu sein, und o schnell er das Land von den Römern erobert hatte, eben so schnell verlor 'X es wieder an dieselben. Der erste bedeutende Angriff des Severus geschah )orn Norden her; es kamen sonach die Festungen Kabul, Sichin und Mag- >alah zuerst an die Reihe. Alle drei fielen in die Hände der Römer, und Bar Kochba mußte sich gegen Süden zurückziehen. Auch Tur Simon wurde >on Severus nach kurzem Widerstande genommen, und bald blieb für Bar llochba nur noch Bethar übrig, als das letzte Bollwerk, hinter welches er sich nit seinen Anhängern zurückzog. Julius Severus belagerte die Stadt und wendete gegen sie alle jene 'Nittel an, die dem kundigen Feldherrn eines nrächtigen und krieggewohnten Volkes reichlich zu Gebote standen. Aber auch Bar Kochba hatte mit Umsicht rnd richtigem Verständnis alles gethan, was in seiner Macht stand, um sich;egen die Römer zu behaupten, fr war unstreitig ein würdiger Gegner »es Severus. Ja hätte nicht Verrat die Thore Bethars geöffnet, die Macht »er Rönrer hätte es nimmer vermocht. Bar Kochba hatte die Veranstaltung getroffen, daß ihm aus unterirdischem Wege Lebensmittel zugeführt wurden. Allein die Römer erlangten »urch Verrat eines Saramitaners Kunde davon, und plötzlich war die Zufuhr ibgeschnitten. Zudem versiegte die einzige Quelle, die die Stadt mit Wasser , 'ersorgte. So hatten die Belagerten nicht bloß gegen das feindliche Heer, andern auch gegen Hunger und Durst, gegen List und Verrat zu känrpfen, , rnd es wäre kein Wunder gewesen, wenn sich ihrer Kleinmut und Verzagtheit