Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 15 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 235 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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235 man gehe mit seinen^Schätzen fein säuberlich um. Man klebe sie in ein gutes Album, das womöglich eingedruckte Markenbilder hat, die das richtige Einkleben erleichtern, und matt verfahre bei dieser Arbeit möglichst behutsam, denn schon mancher kostbare Schatz ist hierbei durch Ungeduld und Nachlässigkeit vernichtet worden. Sitzen die Marken noch aus dem Touvert oder einem Teile desselben, so befeuchte man die Rückseite des Papiers; nach einiger Zeit wird die Marke sich leicht loslösen lassen. Beim Einkleben nehme mau ganz wenig Alebstoff; ein kleiner Tupf, in der Mitte der Marke angebracht, genügt, mu dieselbe zu befestigen. Nichts sieht häßlicher aus, als wenn die Marken im Album von einer Gummischmiere umgeben sind; an einem solchen Aussehen erkennt inan, daß der Sammler keine rechte Lust für sein Geschäft besitzt. Ein sauber gehaltenes Album, das sich von Jahr zu Jahr mehr füllt, macht aber allen, die es sehen, dem Besitzer, wie seinen Freunden, großen Spaß. Durch das Briefmarkensammeln wird man viel Interessantes lernen, von fremden Ländern und Menschen, von Ariegesuud Friedensthaten, denn die einzelneil Länder habell lneist Gegenstände oder Personen aus ihrer Geschichte auf den Marken dargestellt, ulid der Sammler dieser Bilder wird doch wißbegierig genug feilt, um sich nach der Bedeutung der Zeichnung oder des Porträts zu erkundigen. Auch über sonstige Einrichtungen fremder Länder wie Münzuxsen, Hauptstädte, Verkehrswege u. s. w., berichtet die Briefmarke dem aufmerksamen Sammler, und jede neue Errungenschaft bedeutet für ihn auch eine Vermehrung seines Wissens. Sollen auch kleine Mädchen Marken sammeln? — so hört man oft fragen. Ei, wafum nicht, wenn sie Lust dazu haben. Aber dort, wo Brüder vorhanden sind, werden die Schwestern sich wohl nieist damit begnügen, deren Markensammlungen zu bewundern und kennen zu lernen. Da heißts dann: geteilte Freude — doppelte Freude. Wenn aber ein kleines Mädchen selber eine Markensammluilg sich anlegt, so muß es auch all' das beherzigen, was wir hier gesagt haben. _ Simon bar Aochba. (Jür die reifere Jugend.) (Schluß.) Selbst Rabbi Aiba, das Oberhaupt der damaligen Schule B'ne b'rak, stinunte in die Begeisterung desi Volkes für Bar Aochba ein, und er rief beim Anblicke des Heldenjünglings begeistert aus: Das ist der Stern, der aus Jakob aufgegangen. Zu diesem Gotterkorenen strömten jüdische Arieger aus allen Gegenden herbei; Rabbi Akiba selbst durchzog weite Länder, um dem Bar Aochb Anhänger und Unterstützung zu verschaffen, und kam bald mit vielen tausend kampfesmutigen Jünglingen wieder heim. Allgemein war man