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Israelitischer Jugendfreund · 1897-01-01 · 15 (1897) · p. Seite 227

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
3 (1897)
Issue
15 (1897)
Date
1897-01-01
Page
Seite 227 (sequence 3)
Language
German
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227 Seine letzten Worte waren öie des Segens:-. „Dies war der Segen, welchen 21Tofes den Kindern noch gab," beginnt das letzte Kapitel des fünften Buches Moses. Liebe Kinder! An einer der schönsten Stellen der Bibel heißt es: „sich lege heute vor Luch Segen und Auch; Segen, wenn ihr die Gebote des Herrn eures Gottes halten, — und Auch, wenn ihr sie übertreten werdet." — Alles Gute, wahre und Schöne trägt den Segen schon in sich, aber iin Schoße alles Schlechten, Gemeinen und verbotenen ist Schuld und Strafe verborgen, sie besser, vollkonunener Euer Leben, desto mehr Segen werdet ihr von dem, was sihr gesäet, ernten. Cure Missethaten aber -werden Schande und Schmach auf Luch häufen. Ls ist ein alter Spruch, daß eines Vaters Segen den Kindern Käufern bauet, und einer Mutter Auch sie wieder niederreißet. Beherziget das Kind des Vaters gute Lehren, so wird es immer glücklich und Zufrieden sein, während der Kummer und die Sorge, die ein Kind seiner lieben Mutter bereitet, ihm sein lebelang Zum Vorwurf gereichen wird. Genre Kinder! sihr habet Zweifellos schon von Gottlosen, die nicht an Gott glauben, sprechen hören, sich habe diese Leute stets bemitleidet, denn wer nicht an Gott glaubt, der darf nicht sagen „Gott segne Dich." vnd wer diese schönen Worte nicht sprechen kann, dem fehlt eine Saite in seiner Seele. Einer unserer geachtetsten Sprachforscher behauptet: „Gott segne dich" seien die melodischsten, den stärksten Eindruck ausübenden Worte unserer Sprache. Ich stehe auf demselben Standpunkte; denn wenn ich dazu berufen wäre, den innigsten Wunsch meines Herzens, den ich für meine Mitmenschen und für Euch, meine lieben Kinder, hege, auszusprechen, ich würde den jreudenruf an Euch ergehen lassen: „Möge Gott Euch segnen!" Aber merket wohl: Nicht unsere Sprache schuf diese Worte, sondern die Bibel; es ist eine Abkürzung jenes wohl bekannten Priestersegens, mit dem der Hohepriester Aron das Volk sisrael segnete: „J'worechecho — Der X?crr segne dich und behüte dich, der i)err lasse sein Antlitz dir leuchten und sei dir gnädig, der 6err wende sein Antlitz dir zu und gebe dir Frieden!" Kn des Rönigs Rock. Erzählung von I. Herzberg. verfass, r der preisgekrönten Erzählung „David und Jonathan." (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) (Alle Rechte Vorbehalten.) V. Kapitel. Jrn Hirartier*. Nach Beendigung des ersten Nachmittagsdienstes, der in einigen Freiübungen und in dem Erlernen des soldatischen Grußes bestand, machte Hochfeld sich auf den weg nach der Stadt, um ein geeignetes Guartier sich zu

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