Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 14 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 221 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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221 umherspähende Blick hatte einen solchen Blann bald ausfindig gemacht: es war Simon bar Aochba. Von seinein frühern Leben ist uns nichts bekannt. Sein erstes Auftreten fällt in das Jahr (50 der gewöhnlichen Zeitrechnung, und seine ganze Wirksamkeit beschränkte sich bloß auf 3 Jahre. Was er aber während dieser kurzen Zeit ausgeführt, wiegt die ganze lange Lebensthätigkeit gar vieler Blenschen auf. Er stand noch in der Blüte seiner Jahre, als er von der Vorsehung zu ergreifender Thätigkeit berufen ward. Er war von schlanker Gestalt, aufstrebend und stolz wie des Libanons Zedern. Sein Wuchs erinnerte an Saul, den Besieger Amaleks, und an Blut und Gottvertrauen glich er seinem Namensverwandten, Simon, aus der Heldeil familie der Blakkabäer. Das edle gramesbleiche Antlitz zeigte, wie sehr ihm das Unglück seines Volkes zu Herzen gehe, und aus dem blitzenden Auge -leuchtete die Begierde, den Aninaßungen übermütiger Feinde und Bedrücker kräftig entgegen zu treteil. Von seiner aufopfernden Blenschenliebe waren zahlreiche Beispiele bekailnt. So erzählte man, er habe ans dem oberen Stockwerke eines brennenden Hauses ein Bind aus deli Flammen gerettet mid der verzweifeblden Blutter wiedergegeben. Einen Römer, der eine jüdische Zungsrau gewaltsam entführen wollte, schinetterte er mit kräftiger Hand darnieder und befreite das geänstigte Blädchen aus der Gewalt des frechen Räubers. Wo er sich zeigte, da zog Blut und Vertrauen ein in jedes Herz, wer ihn sah, der fühlte sich wuiiderbar gekräftigt und gehoben, ulld unwillkürlich drängle sich einem jeden der Ausruf auf die Lippen: Das ist der Gotteserkoreiie, der uns wieder zur Selbstälidigkeit verhelfen wird. (Schluß folgt.) Hochherzigkeit eines neapolitanischen Out Juli 1834 fuhr eines Morgens ein Fremder vom Festlande nach der kleinen Jnsel Anita über. Der Fährmann war eilt jlinger, starker Bursche, der übrigens nichts Besonderes in seinem Aentzeren hatte. Als sie gegen die Jnse'l kanien, bemerkte der Fremde, dah eine Menge Volkes jubelnd und mnsicierend ans der kleinen weiheil Kirche am Ufer strömte. Auf die Frage, welches Fest gefeiert würde, erwiderte der Schiffer: „Leute ans Baja haben ein Dankfest veranstaltet." Fremder. Wofür? Schiffer. Für ihre Bettung in dieser Nacht. Fremder. Wer rettete sie und ans welcher Gefahr? Schiffer. Signore, ich habe sie diese Nacht ans den Wellen gezogen. Fremder. Wie? Jhr? in dieser Nacht? während des furchtbaren Sturmes? 4) sagt, wie ging alles Zn?