Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 12 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 180 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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180 alle Schwierigkeiten, so -ah er balalle übrigen Schriftaelehrten an Bedeutung überflügelte und eine hervorragende Stellung unter'ihnen einnahm. Lin anderer Held ist ans dein Throne Zn suchen, nämlich der mächtige Frankenkaiser Karl der Große, der im späteren Alter noch das Schreiben erlernte. Zu diesem Zwecke hatte er unter seinem Kopfkissen eine Tafel und Bücher, um seine Hand in dem Walen der Buchstaben Zu üben. Das mochte wohl es manchmal schwer von statten gehen; doch Geduld vermag das Größte Zn vollbringen. Jfyr aber, jugendliche Deser, denkt stets an hillels Wahlspruch: „wenn nicht jetzt, wann denn sonst?" Lin Fehler läßt sich wohl verbessern, Verluste gar mancher Art haben Lrsatz; die Zeit aber, die dahin ist, ist auf ewig unwiederbringlich! Keine Rene, keine Thräne, keine Allmacht giebt sie wieder; drum: Benutz die Zeit, siesilet sich And kehrt nicht wieder ewiglich. Frei. Erzählung von E. Flanter. (Schluß.) Das Zahr, in welchen: Daniel sich die erforderlichen Schulkenntnisse aneignen sollte, war schnell dahingegangen. Rut einer Schnelligkeit, die die Verwunderung des gräflichen Lehrers hervorrief, hatte der Knabe den Wissensstoff in sich ausgenommen, der für seinen künftigen Beruf notwendig war. Freilich vermochte er dies nicht allein mit Hilfe seiner angeborenen Fassungskraft, es bedurfte emsigen Fleißes, damit er in dieser verhältnismäßig kurzen Zeit sich alles das aneignete, wozu sonst eine Reihe von Jahren gehört. . wars auch eine glänzende Zukunft, der Daniel entgegenging und deren Erlangung seine Trennung vom Elternhause notwendigmachte, so fiel den Eltern und Eli dennoch der Abschied unendlich schwer. Unter heißen Thränen und innigen Segenswünschen verabschiedete sich der Knabe, um nach Regensburg zu reisen, wo er bei einem der berühmtesten Goldschmiede der damaligen Zeit in die Lehre treten sollte. Aus Veranlassung des Grasen hatte Alpart dort einen Lehrherrn für Daniel ausfindig gemacht, und dieser rechnete es sich zur Ehre an, einen Günstling des beim Kaiser hochangesehenen Grafen in dem Kunsthandwerk unterweisen zu können. „Gott sei mit dir," sagte Eli, die Hände zum Segen auf des Knaben Haupt legend, „bleibe mutig, treu und fleißig, auf daß du das hohe Ziel erreichest, dem dein Streben allezeit gelten soll: die Freiheit! Durch Gottes allgütige Fügung ist dir der weg zu diesem Ziele geöffnet und geebnet. Gb es auch mir noch vergönnt sein wird, die goldene Freiheit zu genießen, das steht in Gottes Hand. Daniel, ich bin alt und schwach, ich weiß, daß meine