Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 9 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 142 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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142 m n r feinen ganzen Reichtum bei sich hatte, glanbte er, daß er umnögich in die iöcuiö 6c5 verhaßten Jofef fallen könne.. Doch er sollte sich grüuölich irren. Einst setzte er über einen Zlutz. plötzlich erhob sich ein Orkan, fegte ihm den Turban vom Kopfe und trug ihn weit, weit weg. Rach vielen Tagen fand man öen Turban, aber die Perle war nicht mehr daran. Der Goldfaden, an dem sie hing, hatte sich nämlich gelockert, und so war sie ins Wasser gefallen. And siehe da, gerade als sie untersank, kam ein Zisch geschwommen, schnappte nach dem glänzenden Gegenstand und verschlang ihn. Dieser Zisch wurde bald darauf gefangen, und der Zischer brachte ihn Zreitags auf den llllarkt. Cr fragte, wer wohl solche Ware kaufe? „stosef, der Sabbathfrenn-d wird ihn dir mit Vergnügen abnehmen," hieß es. Und so geschah cs auch, wer aber beschreibt das Erstaunen des frommen stosef, als er den Zisch Zerteilt und die kostbare Perle entdeckt! Ohne die geringste Ahnung davon Zu haben, welche Bewandtnis es mit dem wertvollen Schatz habe, ging er hin, verkaufte ihn einem ehrlichen stuwelenhändler und erhielt eine hohe Summe dafür, die ihn aller Sorgen und Kümmernisse überhob. „Siehst du," sagte ihm ein ehrwürdiger Zreund, „wie du durch deine Zrömmigkeit Zum Wohlstand gelangt bist, und wie wah? der alte Satz ist: wer für den Sabbath sorgt, für den sorgt der Sabbath." Die Gassenbuben von Bet-El. wit Benutzung einer Ansprache des Dr. L). 23 a ar. Don Dr. D. Engländer. wir lesen in dein zweiten Buche der „Könige" folgende Stelle: „Und Elischa ging nach Bet-El hinauf, und als er den weg hinausging, da kamen kleine Knaben heraus aus der Stadt und verspotteten ihn und sprachen zu ihm: Komm heraus, Kahlkopf! Komm heraus, Kahlkops! Und er wandte sich um und sah sie an und fluchte ihnen im Namen des Ewigen; da kamen zwei Bären aus dem Walde und zerrissen von ihnen zweiundvierzig Kinder." Liebe Kinder! Diese schimpfliche Begebenheit wirst ein schlechtes Licht auf die Einwohner von Bet-El. wie mögen sie wohl ihre Kinder erzogen haben, wenn diese sieb gegen den Propheten wie Gassenbuben benahmen! Die Knaben wußten, daß ihn der Tod seines Lehrers Elija, den er wie einen Dater geliebt hatte, noch immer tief bekümmerte; um so schlimmer ihr Bubenstreich, da sie den Schmerz des heiligen wannes nicht achteten. Aber, meine Lieben, nicht nur das alte Bet-El genießt den traurigen Ruf, daß es Straßenbuben erzogen habe. Gar manche andere Stadt hat mit diesem Übel zu kämpfen, und ich muß gestehen, daß es auch in unseren Familien, unseren Schulen und Erziehungsanstalten Kinder giebt, die in ihrem Betragen den Gassenbuben von Bet-El nichts nachgeben. Sie treiben Spott mit Dingen, die uns heilig sind,