Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 9 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 136 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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4* Ti Ü l ■ i tu - 136 — nicht mehr zweifelhaft, daß in der That ein verbrecherischer Anschlag gegen den Grafen geplant werde. Und sogleich gab er eine,! der Ulahnung Llis entsprechenden Befehl. _ (Fortsetzung folgt.) Biblische Lebensbilder. Von Dr. B. fuittncr in Frankfurt a. AI. Die Bibel versteht es ausgezeichnet, die Aleilschen Zn schildern, so 605 wir, obgleich diese Alenschen vor Jahrtausenden und in ganz anderen Ländern gelebt haben, ste doch als Alenschen erkennen, die nicht anders sind als wir; die sich oft wohl ailders benehnlen und anders ausdrücken, es sind eben andere Länder und andere Zeiten, aber in ihrem Denken und Zählen doch Alenschen sind wie wir. Darum können wir nicht nnr mit ihnen empsinden, uns mit ihnen freuen und mit ihnen trauern, sondern auch von ihnen lernen und uns an ihilen erbauen. Das ist der Grund, weswegen ich mir vorgenoinmell habe, euch eine Anzahl von Personen aus der biblischen Geschichte vorZufährell. I. Ädam. Der erste Alensch, von dem die Bibel berichtet, ist Adam, d. h. Grdeusohn; es ist in dieseiil Rainen ausgedrückt, daß er alis Erde geschaffen ist und wieder einmal Erde wird; er hat also keinen Grund übermütig Zn sein. Aber Adaln ist nicht bloß Erde, sonderil Gott hat ihm von seinem göttlichen Geiste illitgeteilt, und durch diesen Geist kanil er sich immer mehr vervollkommnen und Herr der Erde werden; Gott selbst bestimmt ihn Zum Herrscher der Grde. Zum Aufellthalt wies ihm Gott den Garten Eden an. Dieser Garten wird gewöhnlich das Paradies geriallnt, und herrliche Bärnne standen darin, und allerlei Tiere belebten ihir, und 1 Ströme entsprallgen darin, die von hier aus nach verschiedenen Ländern flössen. Hier sollte der iMensch in Ruhe 11116 Frieden leben und sich körperlich und geistig entwickeln. Dem Gärtner gleich sollte er durch verständige Arbeit für (vrdnung und Schönheit sorgen; denn ohne Arbeit lebte der Alensch auch im Paradiese nicht. Dadurch wurde er körperlich immer geschickter. Aber auch Geist und Gemüt des Alenschen sollten gebildet werden; deshalb mußte Adam vor allem gehorchen lernen, denn Gehorsam ist die höchste und erste aller Tugenden, wenn wir gehorsam sind den Geboten unserer CrZicher, so wiffen wir immer, was gut und was böse ist; nämlich gut ist, was Gott bestehlt, und schlecht ist, was Gott verbietet. Daran sollte der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen den Adam mahnen. Don den Früchten dieses Baumes sollte er nicht essen und dadurch Zugleich lernen, daß man nicht nach allem greisen joll, was man