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Israelitischer Jugendfreund · 1897-01-01 · 9 (1897) · p. Seite 135

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
3 (1897)
Issue
9 (1897)
Date
1897-01-01
Page
Seite 135 (sequence 7)
Language
German
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135 Da muß Waldemar die Hand in dem grausigen Spiele haben, dieser Schurke! Junge, ich merke, du hast mir einen großen Dienst erwiesen. Es ist jetzt keine Almute Zeit zu verlieren. Warte hier im Versteck, ich will nach der Stadt reiten, uni Sichcrheitsmannschaften herbeizuholen. Es genügt mir nicht den fänden der Schurken zu entrinnen, wir müssen sie fangen." Er gab seinem Pferde die Sporen und ritt in: gestreckten Galopp zurück in die Stadt, die er schon in wenigen Almuten erreichte. Alittlerweile war es Nacht geworden. Obgleich Daniel so erschöpft war, daß er sich nicht inehr aufrecht zu halten vermochte, wollte er doch auf seinen: Posten verharren. Da vernahm er Schritte und Genmrmel. Er merkte, daß es die Räuber waren, die näher zu kommen schienen. Er wollte sich rasch verbergen, stolperte aber in der Dunkelheit über einen Baumstubben und fiel auf einen am Wege liegenden großen Stein, daß er an der linken Seite des Kopfes und am linken Arm schwer verletzt, bewußtlos liegen blieb. * * * Kaum hatte der Landsknecht Waldemar die Wohnung Gabriels verlassen, da machte Eli sich auf, um ins Schloß zu eilen und den Grasen auf die ihm drohende Gefahr aufmerksam zu machen. Atemlos kam er dort an. Als ec von dem Schloßwächter erfuhr, daß der Graf in der Stadt sei, verschaffte er sich Zutritt zu dem Schloßverwalter, einem alten bewährten Diener des Edelmannes, der des Alten Borstellung aber mit einen: ungläubigen Lächeln beantwortete. „Redet doch nicht so konfuses Zeug, Rabbi Eli, wer wird es wagen, seine Hand gegen unfern gnädigen Herr auszustrecken I" sagte er lachend. „CD ich weiß," entgegnete Eli gelassen, „unser Herr ist von Liebe und Treue mngeben, und dennoch habe ich Ursache, ihn zu warnen. Sagt mir, Herr, ist Waldemar schon ins Schloß zurückgekehrt?" „Nein," war die Antwort, „beim Fortgehen sagte er mir, er werde wohl erst in später Stunde zurückkonnnen, da er etwas Wichtiges vorhabe. Doch was soll eure Frage, Rabbi Eli?" fragte der Verwalter erstaunt. „Nun", erwiderte der Alte geheimnisvoll, ich will es euch sagen: „Ritter Waldemar war heute in der Wohnung meines Sohnes und machte dort Andeutungen, die uns alle mit Schrecken und mit Sorge für unfern gnädigen Herrn erfüllen inußten. Ich bitte, ich beschwöre euch, Herr", bat Eli eindringlich, „bewaffnet alle Anechte des Schlosses und laßt sie mit Eintritt der Dunkelheit aufbrechen und im Walde in der Nähe der Wege, die zur Stadt führen, postieren. Gebe Gott, daß der scheußliche plan der Verbrecher zu Schanden werde!" Als der Schloßverwalter dieses hörte, machte er ein gar bedenkliches Gesicht. Es schien ihn: jetzt, da Eli den Landsknecht Waldemar nannte,

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