Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 8 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 126 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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126 jetzt die Seitenlange an der Basis 227 m und die Höhe (37 m. Ls giebt genug kleine Städte, deren Straßen zu einem Quadrate geordnet, den Raum der Lheops-Pyramide nicht ausfüllen würden. Auch die egyptischen Pyramiden sind ursprünglich Stufenpyramiden, nur daß sie aus sehr vielen hohen Treppenstufen gleichenden Absätzen bestehen. Diese wurden aber nach der Vollendung der Pyramide mit passenden dreiseitigen Prismen, zumeist aus festem Gestein, z. B. ausgeglätteten und mit Bilderwerken und Inschriften bedecktem Granit, ausgesetzt. Das Innere des ungeheueren Steinbaues, der sich gleich einem ansehnlichen Hügel erhebt, bilden eigentümliche, verhältnismäßig kleine Grabkammern. Die wichtigste derselben diente zum Begräbnisorte des Königs. Line kleinere Grabkammer war für die Königin oder für Mitglieder der Pharaonenfamilie bestimmt. Der Lingang in die Pyramide befand sich in der Nähe eines neben der Pyramide befindlichen kleinen Tempelchens, und man stieg zunächst einen engen Gang abwärts bis unter die Basis der Pyramide, dann führte ein schräger enger Gang aufwärts bis zu den Grabkammern. Hier befanden sich die einbalsamierten Leichname der Fürsten in Wumiensärgen, welche ihrerseits wieder in gewaltigen mit Inschriften bedeckten Steinsärgen ausgenommen waren, v Aus diese Weise sind uns einzelne der ältesten Königsleichen von Fürsten, die vor mehreren tausend Jahren lebten, und deren Wirken wir aus den Inschriften der Baudenkmäler ziemlich genau kennen, bis heute erhalten geblieben. Wenn die Pyramiden Lgyptens auch ihrer farbigen Plattenbekleidungen jetzt beraubt sind, so bleiben die größeren dieser Pyramiden, z. B. diejenigen des Lheops, Schafra und Wikerinos, doch noch bewunderungswerte Werke der rastlosen Rkenschenhand. Noch möchte vielleicht der Name „Pyramide" eine Lrklärung bedürfen. Pyramis bedeutet die Hypothenuse des rechtwinkligen Dreieckes. Die Grundfläche einer Pyramide war ein nach den vier Himmelsgegenden gerichtetes Quadrat. Jede Seite war die Hypothenuse eines gleichschenkligen rechtwinkligen Dreieckes, welche eben als Seitenfläche der Pyramide diente. Daher stammt der Name Pyramide. Gastgeschenke. (Zur die reifere weibliche fugend.) Bei den alten Griechen herrschte allgemein die Sitte, daß die Wirte ihren Gästen bei ihrem Eintritt in ihr Haus und beiin Abschiede Gastgeschenke überreichten. Akanche rosenumkrängte Trinkschale, manch mühsames Produkt des Zleihes und der Kunstfertigkeit von Zrauenhand mag damals dein Gastfrennde gespendet worden sein. Die Zeiten haben, sich geändert! Heute erscheint es uns angemessener, unseren Gastsreunden durch eine größere