Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 8 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 115 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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115 Aber nicht bloß Israel, die ganze Welt wirb dereinst öen Gott Zions anerkennen, alle Völker werden sich Zn ihm bekennen. So sagt siesaia in Kap. 2: „Und viele Völker ziehen hin und sprechen: „Kommt, laßt uns binausziehen Zum Berge des Herrn, Znm Hanse des Gottes Jacobs, daß er uns seine Wege lehre und wir in seinen Pfaden wandeln; denn von Zion wird dievehre ausgehen und das Wort des Herrn von Jerusalem." Dann, schildert er weiter, wird alle Roheit und Gewalt aus Grden ein Ende haben, und nur Recht und Gerechtigkeit werden regieren. So sieht der Prophet die Zeit voraus, in welcher (wie es auch in unserem täglichen (Vlenu-Gebet ausgedrückt ist) alle Erdbewohner sich der Herrschaft Gottes unterwerfen und seinem Ramen die Ehre geben werden, und so das Reich Gottes auf Grden begründet sein wird. Dann wird die Herrlichkeit Gottes die ganze Welt erfüllen. Dieses Ziel der Menschheit ist übrigens auch schon im 4. B. RI. 14,21 angedeutet: „So wahr ich lebe (spricht Gott) und die ganze Grde erfüllt werden wird von der Herrlichkeit Gottes," wie denn überhaupt alle Propheten auf Moses gegründet sind. Lehren wir nun zu unserem Satze Zurück, von dein wir ausgegangen sind, so finden wir, daß er folgendes sagen will: Gott ist heilig, und die Menschen sollen es auch werden, also sittlich rein sein, datz bald herannahe die Zeit, wo die Herrlichkeit Gottes die ganze Welt erfüllt. Dr. Kuttner. Erzählung von E. F l a n t e r. (Fortsetzung.) Nachdem Daniel das Wahl eingenommen, das ihm trotz der Dürftigkeit die Kräfte wiedergab und die Ermattung aus seinen Gliedern teilweise verscheuchte, setzte er sich an den Arbeitstisch. Eine mit einer Zeichnung versehene Holzplatte klemmte er nach kurzer Betrachtung in einen Schraubstock, nahm wesser und Weiße! zur Hand und begann, die vorgezeichneten Figuren auszuschneiden, die den Deckel eines Schmuckkästchens zieren sollten, wit der Kunst der Holzschnitzerarbeiten hatte ihn sein Großvater Eli während des letzten langen winters bekannt gemacht, und Daniel zeigte für diese Beschäftigung nicht nur viel Interesse und Verständnis, sondern auch viel Geschick. Gingen die Arbeiten dem fleißigen Knaben auch nur langsam von der Hand, so zeichneten sie sich dafür durch Tadellosigkeit und Sauberkeit in der Ausführung aus. Eli beobachtete oft mit stiller Freude, wie fleißig die geschickten Hände des gelehrigen Knaben sich regten, aus denen nicht nur vorgezeichnete und nach Angabe gefertigte, sondern auch selbst erdachte und selbst entworfene Gegenstände hervorgingen. Am Sabbath und an den Festtagen ruhte natür-