Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- 6 (1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 91 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Gottes teilhabeil) denn sie sind alle nach Lein Ebenbilds Gottes erschaffeilstmö tragen den keim der Gottähnlichkeit in sich. Darnin ist die Bibel das verbreiteiste Bnch der Welt. Cs ist statistisch uachgewiesen, das sie jetzt in 3SI Sprachen gedruckt ist. 25 von diesen Sprachen und Alnndarten gehören der asrikanischen Sprachfamilie der Bantnneger an, drei sind tu indischen Alundarten vertreten, stn (vstasien bei den Ehinesen, ans den Smlöainseln bei den Alala^en, bei vielen Insulanern Polynesiens) säst überall) wohin der Europäer gedrungen ist, hat auch die Bibel Eingang gesunden. Als Stanley, der berühmte Afrikaforscher, den „Dunklen Erdteil" dnrchgilerte, fanden sich unter feinem Gepäck Tonnen von Bänden der heiligen Schrift. Aach den eisigen Polargegenden Amerikas, wo ein Bnch bisher ein unbekannter Gegenstand gewesen ist, werden jetzt Eanseilde von Exemplaren der Bibel auf Schlitten befördert. Es ist berechnet worden, datz in 100 fahren 250 Millionen Lremplare nach allen Teilen der Welt gekommen find. Seid nach allem eingedenk, liebe Kinder, daß, mag es sonst noch so gute Bücher geben, die Bibel iinmerdar ihre Wurzel ist und bleiben mutz. Studieret diese sorgfältig Wort für Wort, indem ihr die Mahnung befolget, die Gott an Jofua richtete: „Ls soll dies Bnch der Kehre nicht von deinem Alnnde weichen, Du sollst darüber sinnen Tag und Rächt, damit Du in allem thnest, wie darin geschrieben ist." Master Milhelin I. und die Minder. a) Kin Mann, ein Wort. Dieses Sprüchlein zeichnet auch des Rasters Art. Gs war in den fünfziger Jahren, als Wilhelm, Prinz von Preußen, während eines Manövers in Pommern in einem kleinen Städtchen bei einem Apotheker (Zuartier nahm.- Als er in die Stube trat, hüpfte ihm fröhlich das vierjährige Töchterchen des Hauses entgegen und begrüßte ihn mit den Worten: „Gnkel, ich weiß, was es heute giebt, Mütterchen hat es nur gesagt: es giebt Bratkartoffeln." Wut diesen einfachen Worten hatte das Rind sich das Herz des Prinzen erobert. Sie wurden beide befreundet, und als Prinz wilhebn Abschied nahm, stellte er es der Rleinen anheim, sich etwas zu wünschen. „Lieber Onkel, schenke mir das Hündchen!" sagte Martha entschlossen und wies dabei auf ein in Gold gearbeitetes Hündchen hin, welches der Prinz an der Uhrkette trug. Schnell machte er das Hündchen von der Rette los, übergab es der Rleinen mit freundlichen Worten und fügte hinzu: „wenn Du im Leben einnral einen andern Wunsch hast, den ich Dir gewähren kann, so komm' nur zu mir und zeige mir das Hündchen; wenn ich Dir helfen kann, so werde ich es gewiß thun." Jahre rauschten vorüber; Martha blühte zur Jungfrau heran; aber eine Gelegenheit, au den Prinzen von Preußen eine Bitte zu richten, stand