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Israelitischer Jugendfreund · 1897-01-01 · 5 (1897) · p. Seite 78

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
3 (1897)
Issue
5 (1897)
Date
1897-01-01
Page
Seite 78 (sequence 14)
Language
German
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fttfrpcr; grinsend nahmen sie eiserne Dämme mit spitzen Zähnen in ihre Wänste und begannen dem Alärtvrer die Haut abznschindcn. Er aber betete. Es war die Zeit, da es Pflicht ist, das Schma-Gebet Zn verrichten, stedes Wort, das er mit lanter stimme voll Inbrunst sprach, schnitt seinen Schülern in die Seele. Sie baten ihn, doch endlich anfZuhd'ren. Cr aber sprach: „wein Leben lang habe ich nur wühe gegeben, den herrlichen Satz Zn erfüllen: «Du sollst lieben den Ewigen, Deinen Gott, mit Deinem ganzen Herzen, mit Deiner ganzen Seele, mit Deinem ganzen Dermögen.» stch habe Gott geliebt mit aller Glut meines Herzens, ich habe ihm gedient mit Gut und Geld, ich übte wohlthätigkeit, soweit es in meiner Traft stand. And jetzt, da ich das dritte erfüllen kann, sollte ich es nicht freudig thnn? sta ich liebe Gott, mit ganzer Seele und voller Begeisterung gebe ich für ihn inein Leben hin." Die Henker setzten ihre blutige Arbeit fort. Als R. Akiba fühlte, datz sein Ende nahe, da nahm er noch einmal alle Kraft Zusammen, und klar und deutlich ertönte sein Glaubensbekenntnis. „Höre stsrael, der Ewige unser Gott, der Ewige ist einzig." wit dem Worte „Echod" hauchte er seine Seele ans. Die Engel im Himmel rührte selbst das Geschick des frommen Alärtvrers, und sie fragten Gott: „Jst das der Lohn für ein nommes Leben, für ein wandelbare Gesetzestrene? Richt von wenschenho id hätte der weise sterben dürfen, sondern Du, o Herr, hättest ihn abbernfen sollen." Da sprach Gott: „Dicht im irdischen Leben schon findet der Gl mbe seine Belohnnng, sondern im künftigen Leben." And eine Stimme ans Himmelshöhen ertönte über der Richtstätte: „Heil Dir Akiba, Du bist bestimmt für die Glückseligkeit des stenseits. Am Throne des Allmächtigen findest Dü Deinen Lohn." So lebt und stirbt ein jronmier stsrael-. E s t h e r. Ein Purim-Lustspiel für Kinder in 1 Aufzuge von P. St. (). Auftritt. (Schluss.) Tupfguckerus (tritt ein:) ' Mein hoher Herr, ich sollte sagen, Dass man den Haman hat gefangen Und sollte nach dem Galgen fragen, An dem der Tückische soll hangen: Soll er von Tanne oder Stein, Am End’ wohl gar von Eisen sein? Artaxerxes: Man soll die höchsten Bäume sammeln, Am allergrössten soll er bam nein! Doch du, mein Koch, sag’, weisst du nicht, Giebts Mittag heut mein Leibgericht? Topfguck er us: Ja, Herr, ’s giebt Schalet heut’ und Klösse, lein jeder von Zehnpfündergrösse Und eben jetzt zu dieser Stunden Hat Kreppe ein neu Gericht erfunden.

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