Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 1 (1895)
- Issue
- 24 (1895)
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 375 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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375 T ‘' '; und (0mm, welchen ttcfcn Schmerz ihr euren lieben Eltern bereitet, wenn sie euch, ihre Lieblinge, für die sie unermüdlich gesorgt und geschafft, für deren Ausbildung sie die größten Mpfer gebracht haben und noch bringen, an Körper und Geist hinsiechen sehen, weil diese ihre Lieblinge, also ihr selbst, meine jungen Freunde, nicht Blaß halten konnten, weil ihiM die schönste und höchste der Tugenden, die Sebstbeherrschung fehlt! v?re alten Weisen sagen: Wer ist ist ein Held? Wer seine Leidenschaft-! Es ist dieselbe herrliche Lehre, welche einer unserer größten chter auch so ausdrückt: „Sich selbst bekriegen ist der allerschw^^ ^.g; sich selbst besiegen ist der allerschönste Sieg."— Dicfc Selbstbeherrschung könnt *m£> müsset ihr, meine lieben jungen Freunde, auch bei der letzten Art des Umganges mit Erwachsenen üben, bei dem verbotenen Umgang d. i. oer Umgang, welcher möglichst zu vermeiden ist. Rein gesittetes Kind wird die Gesellschaft ungesitteter, roher und unsittlicher Wlenschen suchen. Ich sehe die Schamröte in den Wangen meiiler lieben jungen Freunde aussteigen, wenn sie ein unanständiges Verhalten in Wort, Gebärde und Handlung wahrnehmen. Wie eine ansteckende Krankheit müßt ihr eine derartige Gesellschaft meiden, durch deren verderbliches Beispiel ihr den größter: Schaden für euer Ansehen, euren Körper und euren Geist nehmen würdet. Schreibt euch die mahnenden Worte des weisen Salomo tief ins Herz und beachtet sie allezeit! „Klein Kind, wenn dich die bösen Buben locken, so folge ihnen nicht." Ich sehe schon die erfreuten Wiener: der Eltern und Lehrer, welche glückstrahlend aus ihre gesitteter: ur:d wohlerzoger:en Kinder und Schüler blicken, die solcher: Umgang ,neiden. Ich sehe endlich die Freude aller eurer guter: Witn:enschen, welche Großes ur:d Schör:es von euch erwarten, vor: euch, die ihr die Zukunft des ganzer: Wer:scher:geschlechts seid, wenn ihr all' die Lehrer: beherzigt, die ich und alle eure wahrer: und guter: Freur:de mit mir euch geben, wohlgerr:einte Ratschläge, die vor: Herzen korumen und zu Herzen, zu eurer: kleir:er: Herzei: geganger: sind, Lehrer: darüber: „Wann und wie ihr, meine junger: Freunde, mit Erwachsener: umgehe:: sollt." — Die Zigeunerin. g*mc gMJamtßa - Grzöhl'ung von Janni Mn da. (Schluß.) Die Sonne stand schon hoch, so wie sie um die Wittagsstunde zu sehen ist, als mar: _ bei einer einzeln stehenden Schercke . ar:lar:gte. Eir:e solche Schenke, die man von Strecke zu Strecke ir: den Mußten trifft, nermt man dort Ezarda. Da Halter: die Zigeur:er ihre Zusammenkünfte, und aber:ds komrr:er: 24*